Veranstaltungen

Live im Wein-Kreis

Am 10. November starten wir mit wöchentlichen Live Verkostungen. An jedem Dienstagabend um 20 Uhr stellen Bernd und Kilian Kreis einen besonders interessanten Wein aus unserem Sortiment live auf Instagram vor. Wir versprechen, dass es keine Nerd-Veranstaltung wird, aber die fachlichen Informationen trotzdem nicht zu kurz kommen. Für alle die mitprobieren möchten geben wir rechtzeitig vorher den ausgewählten Wein bei Instagram und Facebook sowie auf unserer Internetseite bekannt.

Beim ersten Live im Wein-Kreis am 10. November wurde der 2018 Branco Dão Serra da Estrela Vinhas Velhas von Antonio Madeira verkostet. Am 17. November der Manzanilla Apartada Sherry von Las Botas und am 24. November der 2016 Thalarn Costers del Segre Syrah von Castell d’Encus. Wer die Live-Verkostung verpasst hat, kann sie gerne hier nachschauen.

Folgende Weine werden verkostet:
Am 01. Dezember, 2017 Saint-Joseph Rouge, Domaine Bernard Gripa
Am 08. Dezember, 2018 Bourgogne Côtes d’Auxerre Pinot Noir, Domaine G. et J.-H. Goisot

Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf viele interaktive Zuschauer.

Auf vielfachen Wunsch:
Es gibt wieder Wildspezialitäten in der Böheimstraße 43

WildverkaufDer letzte Verkauf der hausgemachten Wildspezialitäten aus dem Spessart von Gisela und Volker Kreis im Oktober wurde von unseren Kunden begeistert angenommen. Inzwischen gibt es hier in Stuttgart eine regelrechte Fangemeinde dieser hervorragenden und dazu noch sehr preiswerten Produkte, die absolut auf einen weiteren Verkaufstag in der Böheimstraße besteht. Am 21. Dezember ist es wieder soweit. Von 10 bis 17 Uhr verkaufen Bruder und Schwägerin des Chefs Frischfleisch, Würste und fertige Speisen im Einmachglas. Alles in großer Auswahl, aus eigener Jagd und selbst hergestellt.

Wer Hunde oder Katzen hält, sollte unbedingt die Hundewurst ausprobieren. Dies ist eine leicht dosierbare und äußerst hochwertige Tiernahrung aus Wild, die erstens günstig ist und zweitens so lecker aussieht, dass bisweilen selbst die Tierhalter in Versuchung geführt werden.

Vorbestellungen und Beratung bei Gisela und Volker Kreis gerne per mail . Sie können selbstverständlich auch vor Ort auswählen.

 

Folgende Wildspezialitäten werden angeboten:

Alle Produkte sind aus eigener Herstellung, eigener Jagd und glutenfrei

Fürs Vesper:
Wildsülze  –  180 g Abtropfgewicht/Glas  –  5,50 €
Wild-Presskopf  –  ca. 600 gr  – 7,50 €  –  12,50 €/kg
Wildleberwurst  –  ca. 200 gr –  3,00 € / 400 gr  –  5,00 €
Wildschinken aus der Keule  –  100 gr  –  4,50 €
Wildschinken aus dem Nacken  –  100 gr  –  4,50 €

Frisches Wildfleisch:
Wild-Patty (für Burger) St. 200 gr im 2er-Pack  –  6,00 €
Rehkeule ohne Knochen  –  ca. 1,5 kg  – 20,00 €/kg
Rehrücken ohne Knochen  –  ca. 500 gr  – 32,00 €/kg
Wildschweinkeule ohne Knochen  –  ca. 2 kg  – 20,00 €/kg
Wildschwein-Kotelett  – 15,00 €/kg
Hirschkeule ohne Knochen  – 17,00 €/kg
Hirschrücken ohne Knochen  – 24,00 €/kg

Wildbratwurst in verschiedenen Geschmacksrichtungen:
mit Fenchel oder natur  –  5er-Pack  –  6,50 €
Wildbockwurst  –  4er-Pack  –  6,00 €

Fertiggerichte im Einmachglas:
Wildschweinbraten (Portion eingekocht)  – 160 g Abtropfgewicht/Glas  –  7,50 €
Hirschbraten (Portion eingekocht)  – 160g Abtropfgewicht/Glas  –  8,50 €
Hirschroulade  – 220 g Rohgewicht/Glas  –  9,50 €
Hirsch-Tafelspitz in Brühe  – 160g Abtropfgewicht/Glas  –  8,50 €
Wildbolognese mit Thymian/ Chili  –  Glas  –  8,50 €
Wildgulasch  –  Glas  –  6,50 €

Dessert:
Crème Caramel   –  Glas ca. 250 gr  –  4,00 €

An unsere „Vierbeinigen Freunde“ haben wir natürlich auch gedacht.
Wildwurst für Hunde und Katzen  –  1kg  –  3,00 €

Außerdem werden Volker und Gisela Kreis einige weihnachtliche Wildspezialitäten fürs Fest anbieten.
Lassen Sie sich überraschen!

Jagdhotel Sudetenhof
Gisela und Volker Kreis

Bestellungen werden gerne per mail unter: entgegen genommen.

Neues Leben in der Weinbar am Schillerplatz – künstlerische Interventionen für Zwei

Weil wir in unserer Weinbar am Schillerplatz die Covid 19 Hygieneauflagen nicht erfüllen können, müssen viele Stuttgarter seit März leider auf Ihren Lieblingsplatz verzichten.

Mit der Unterstützung der Schauspielerinnen Petra Weimer, Susanne Weckerle und Andrea Leonetti, für die wir ganz herzlich danken, haben wir eine schöne Möglichkeit gefunden, wieder etwas Leben in die Weinbar zu bringen. Jeweils zwei Personen können für eine Stunde die Weinbar am Schillerplatz exklusiv genießen. Einschließlich einer 10-15 minütigen Performance einer Schauspielerin.

Die Spielregeln sind ganz einfach:

Beginnend am 19. August wird die Weinbar mittwochs und freitags von 17 bis 18 Uhr für zwei Menschen geöffnet. Für diese Zeit kaufen Sie eine Flasche Wein im Wert von mindestens zwanzig Euro, die wir Ihnen servieren. Das sonst übliche Korkgeld schenken wir Ihnen. Als Gage für ihren Auftritt erhält die jeweilige Künstlerin eine zweite Flasche desselben Weins von Ihnen geschenkt.

Dies funktioniert natürlich nur mit verbindlicher Reservierung per e-mail an . Wer zuerst kommt, mahlt zuerst und es gibt nur einen Termin pro Paar. Es werden absolut nur zwei Menschen zugelassen. Die Zeiten (immer 17-18 Uhr) sind strikt einzuhalten, Speisen gibt es nicht.

 

Hier sind die Termine:

Mittwoch, 19.08. mit Petra Weimer
Mittwoch, 26.08. mit Petra Weimer
Mittwoch, 16.09. mit Petra Weimer
Freitag, 25.9. mit Andrea Leonetti
Mittwoch, 30.09. mit Susanne Weckerle
Mittwoch, 7.10. mit Andrea Leonetti
Freitag, 9.10. mit Petra Weimer
Mittwoch, 14.10. mit Andrea Leonetti
Freitag, 16.10. mit Andrea Leonetti

Ort: Weinhandlung Kreis, Dorotheenstraße 2, 70173 Stuttgart

18.06. Peintures – Hervé Dupuis, Vernissage
Vernissage und Ausstellung werden verschoben

In einer zunehmend komplexen, instabilen und aufgeregten Welt will Hervé Dupuis mit seiner Malerei klar erkennbare, strukturierte Zeichen setzen. Im Spiel mit der tatsächlich zur Verfügung stehenden Leinwand und dem Raum, über dessen Realität hinaus wir unsere Eindrücke projizieren, war er in seinem Schaffen schon immer auf der Suche nach Ausgewogenheit und Harmonie.
Über den Kontrast von Form und Farbe soll eine Dynamik entstehen, ein zeitloser, freier Rhythmus transportiert werden.
Auf der Vernissage am 18.06. ist der Künstler bei uns in der Weinhandlung Kreis persönlich anwesend. Selbstverständlich bieten wir zur Ausstellungseröffnung das eine oder andere Glas Sekt und Wein an. Weitere Infos folgen.

Ort: Proberaum Weinhandlung Kreis, Böheimstraße 43, 70199 Stuttgart

25./26.03. SANARY. Exil im Paradies 19.30 Uhr
Die Veranstaltung musste leider entfallen

Exilant sein. Gestern. Heute. Morgen. Das Projekt beschäftigt sich mit originalen Texten von Zeitzeugen, die auf ihrer Flucht vor der NS-Diktatur nach Sanary-sur-Mer in Südfrankreich gingen. Für einen Teil von Ihnen war das beschauliche Dörfchen nur der Beginn ihrer Flucht, da sie immer wieder vertrieben wurden und um ihr Leben bangen mussten.
Wir versetzen uns mit unseren fiktiven, persönlichen Fluchtgeschichten in die Lage der nach Sanary geflohenen Künstler (u.a. Thomas Mann und Familie, René Schickele, Sybille Bedford, Franz und Alma Werfel, Bertold Brecht, Ludwig Marcuse, Lion und Marta Feuchtwanger).
Die Deutsch-Französin Magali Nieradka-Steiner hat in ihrem Buch “Exil unter Palmen” ein lebhaftes Porträt der kleinen Mittelmeergemeinde und ihrer prominenten Bewohner gezeichnet.
Die fiktiven Exilgeschichten werden mit den originalen Texten der Zeitzeugen von damals verknüpft und beziehen sich hierbei auf die Recherchen der Journalistin und Autorin Ingrid Müller-Münch.
Ihr Hörspiel mit den tagebuchartigen und literarisch ausgearbeiteten Texten der Schriftsteller*innen, die in den 30er Jahren in das vermeintliche Paradies flohen, ist Grundlage der literarischen Performance. Ihre Begegnungen, Gefühle, Gedanken und Ängste werden darin unmittelbar spürbar.
Performance auf deutsch, französisch und englisch mit: Petra Weimer, Catherine Javaloyès und Boris Ben Siegel. Ausstattung: Roxana N.G. Kreis, Bild: © Jeremy St-Pierre + MYOP

Eintritt: 20,00 Euro pro Person, ermäßigt 15,00 Euro
Beginn: 19,30 Uhr
Ort: Proberaum Weinhandlung Kreis, Böheimstraße 43
Reservierung unter 0711-76 28 39 oder

16.04. Goût de France – Das Beste von der Loire
Die Veranstaltung musste leider entfallen

Goût de France findet bereits zum fünften Mal weltweit statt und soll Genießern aus aller Welt die französische Küche und Lebensart näherbringen – und natürlich den zugehörigen Wein. Dieses Jahr stehen die Veranstaltungen, in Stuttgart unter der Leitung des Institut français, unter dem Motto ‘Das Beste von der Loire’. Klar, dass die Weinhandlung Kreis mit ihrem umfangreichen Sortiment an Spitzenweinen vonn der Loire mit von der Partie ist. Wir bieten die Weine von Pithon-Paillé/Domaine Belargus in der Nähe von Anjou zusammen mit Charcuterie der berühmten Charcuterie Hardouin in Vouvray an. Eine Top-Kombination, um geschmackvoll in den Abend zu starten.

Pithon-Paillé und Domaine Belargus – Eine gelungene Fusion

Aus eins mach zwei: Pithon-Paillé und Domaine Belargus im Anjou. Die junge Domaine Belargus, benannt nach einem seltenen Schmetterling, ist eine der wenigen schönen Übernahmegeschichten im Weingeschäft. Jo Pithon, legendärer Winzer an der Loire, hat lange gesucht und im Investor Ivan Massonnat endlich den richtigen Käufer für sein Weingut gefunden. Unter seiner Führung wird Pithon-Paillé als Marke fortgeführt. Die absoluten Spitzenweine aus der Chenin Blanc-Traube firmieren künftig unter dem Etikett Belargus.

Ivan Massonnat hat den Betrieb auf biodynamische Produktion umgestellt. Dank der finanziellen Möglichkeiten des neuen Eigentümers wurden neue Spitzenlagen zugekauft. Er profitiert außerdem von Jo Pithons Erfahrungsschatz, der dem jungen Team im Keller und im Weinberg jeden Tag weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht.
Bei den ersten Weinmessen des Jahres präsentierte Ivan Massonat die Belargus-Weine zum ersten Mal auf Anhieb war klar: Da bahnt sich eine Sensation an.
Wir stellen Ihnen in der Weinhandlung Kreis anlässlich des Goût de France sechs Weine der Domaine Belargus und von Pithon-Paillé vor. Dazu gibt es Spezialitäten aus der berühmten Charcuterie Hardouin in Vouvray.

Die Plätze sind auf 30 Personen begrenzt.
Beginn: 19.00 Uhr
Kosten: 40,00 Euro pro Person
Ort: Proberaum Weinhandlung Kreis, Böheimstraße 43
Reservierung unter 0711-76 28 39 oder

17.04. Jazz Joint #2 – Jazz von Vinyl
Die Veranstaltung musste leider entfallen

Für 2020 haben wir uns wieder einiges an Veranstaltungen vorgenommen: Neu ist die Reihe Jazz Joint. Dafür wird der Proberaum in der Böheimstraße in Stuttgart-Süd zu einem Jazz-Café umgebaut, inspiriert vom Konzept der japanischen Jazz-Kissas. Wir spielen Jazz von Vinyl auf HiFi-Ketten allerhöchster Qualität. Unser Debüt mit einer extrem hochwertigen Kette des Highend-Herstellers Burmester hat bereits im Februar erfolgreich stattgefunden.
Die Veranstaltungen richten wir in Zusammenarbeit mit dem HiFi-Studio Wittmann aus, von der Weinhandlung Kreis kommen natürlich eine Auswahl hochwertiger Weine und Sanguiches, leckere peruanische Sandwiches.

Der Eintritt ist frei, allerdings ist die Teilnehmerzahl sehr begrenzt und wir bitten dringend um vorherige Anmeldung.

Sollten Sie den Termin trotz Anmeldung nicht wahrnehmen können, bitten wir dringend um Rückmeldung, da wir dann eventuell frei werdende Plätze aus unserer Warteliste auffüllen können. Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe und Ihr Verständnis.

Ort: Proberaum Weinhandlung Kreis, Böheimstraße 43
Anmeldung unter 0711-76 28 39 oder

17.04. Jazz Joint #2 19.00 Uhr             Die Veranstaltung entfällt leider
An diesem Abend zeigt Oliver Wittmann vom HiFi-Studio Wittmann, dass High-End-Sound nicht nur mit hochpreisigem Equipment möglich ist, sondern auch für Normalverdiener erschwinglich sein kann. Dazu ist natürlich eine besonders clever zusammengestellte Kette nötig. Oliver Wittmann zeigt uns an diesem Abend, wie das geht.
Wie immer wollen wir kein akademisches Musikhören zelebrieren, sondern einen rundum schönen Abend bei Wein und Sanguiches erleben.

Ort: Proberaum Weinhandlung Kreis, Böheimstraße 43
Reservierung unter 0711-76 28 39 oder

08.05. Jazz Joint #3 19.00 Uhr       Die Veranstaltung entfällt leider
Beim dritten und vorerst letzten Jazz Joint geht es darum, mit wenig Leistung den feinsten Klang zu erzeugen. Das Prinzip ist steinalt und kommt gerade wieder mehr in Mode: Mit Röhrenverstärkern werden hocheffiziente Hornlautsprecher angetrieben. Oliver Wittmann bringt die Hornlautsprecher des High-End-Herstellers Avantgarde Acoustic zu uns in die Böheimstraße … Dazu natürlich adäquate Röhrenverstärker und einen High-End-Plattenspieler für uneingeschränkten Hörgenuss.

Ort: Proberaum Weinhandlung Kreis, Böheimstraße 43
Reservierung unter 0711-76 28 39 oder

Sollten Sie einen Termin trotz Anmeldung nicht wahrnehmen können, bitten wir um eine Rückmeldung, da für einige Veranstaltungen bereits eine Warteliste besteht. Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe und Ihr Verständnis.

Vermietung Veranstaltungsraum Böheimstraße
Unseren Seminarraum in der Böheimstraße können Sie für Feste, Partys und Weinproben mieten. Für weitere Infos schicken Sie uns eine Mail an oder rufen Sie uns an. Tel.: 07 11-76 28 39
Unsere Mitarbeiter stehen für weitere Auskünfte gern zur Verfügung.

Vermietung Weinbar am Schillerplatz
Unsere Weinbar am Schillerplatz können Sie außerhalb der Öffnungszeiten für Partys, Geburtstage, Hochzeitsumtrunke oder ähnliches mieten. Allerdings gibt’s ein Limit von maximal 20 Personen, da die Platzverhältnisse sehr beschränkt sind. Detaillierte Infos gibt es unter oder Tel.: 07 11-2 82 43 30

News & Infos


© VDP by Peter Bender

VDP Große Gewächse

Die großen Gewächse aus 2019 werden mit großer Spannung erwartet. Zu Recht, denn Bernd Kreis, der vom 23. bis 25. August über 400 große Gewächse in der VDP Großes Gewächs Vorpremiere verkostet hat, ist mit extrem positiven Eindrücken zurück nach Stuttgart gekommen. Sein Fazit: Wer 2019er große Gewächse kauft, kann nur sehr wenig falsch machen. Auch bei den 2018er Rotweinen sind einige Weltklasse-Tropfen dabei. Damit Sie besonders viel richtig machen, kommt hier sein Resümee und natürlich Empfehlungen für die Weine aus unserem Sortiment.

Mein Bewertungsschema
Von Punktebewertungen halte ich aus diversen Gründen nichts. Vor allem deshalb, weil eine Weinverkostung immer nur eine Momentaufnahme ist und auch die Begleitumstände (Ermüdung, Beeinflussung,…) in Betracht gezogen werden müssen. Daher setze ich ein ganz einfaches System an. Grundsätzlich gilt, dass sich die Bemerkungen auf ein zu erwartendes Niveau für Große Gewächse (Grand Cru) beziehen. Das heißt, es wird von vornherein ein sehr hohes Niveau vorausgesetzt. Wenn dann ein Wein mit „gut“ bewertet ist, heißt das, dass er die Anforderungen für ein großes Gewächs voll und ganz erfüllt. In einer niedrigeren Weinkategorie würde derselbe Wein vielleicht als hervorragend bewertet werden. „Sehr gut“ bedeutet, dass er in der Gruppe der Großen Gewächse eine hervorgehobene Stellung einnimmt. „Stark“ oder „hervorragend“ bezeichnet Weine, die aus der Gruppe der sehr guten Weine hervorragen. „Groß“ bezeichnet absolute Ausnahmeweine, die im internationalen Vergleich in vorderster Reihe stehen. Dieses Attribut verwende ich äußerst sparsam.

Weißweine
Sofern nicht anders bezeichnet sind alle Weißweine aus dem Jahrgang 2019
Der Jahrgang 2019 in vier Worten ausgedrückt ist: Reife, Eleganz, Frische, Langlebigkeit. Das sind Eigenschaften, die man deutschen Weißweinen gern zuschreibt und hier sind sie besonders schön ausgeprägt. Reife und erfrischende Säuren, gekennzeichnet durch Zitronen-, Limonen-, und Grapefruitaromen sind vorherrschend. Sie prägen die Weine und verleihen Ihnen in Verbindung mit der perfekten Reife der Trauben viel Eleganz. Die Mineralität, Garant für Langlebigkeit, kommt dabei nicht zu kurz. Ich habe einige der besten Weißweine der letzten Jahre probiert.

RIESLING

Mosel
Das Qualitätsniveau an Mosel, Saar und Ruwer ist – auf hohem Niveau – das uneinheitlichste aus allen Anbaugebieten. Regenfälle zur Lesezeit haben den Winzern die Arbeit schwer gemacht. Daher gibt es leichte Varianzen sogar in Betrieben, die normalerweise immer ein extrem einheitliches Niveau beweisen. Hier ist also eine etwas strengere Auswahl angebracht, denn neben einigen großen Weinen gibt es auch mäßige Qualitäten.

Weingut Clemens Busch
In 2019 sind die Weine etwas unterschiedlicher als sonst. Trotzdem ist alles von bemerkenswerter Güte. Neben den 2019ern Marienburg und Marienburg Rothenpfad wurden die 2018er Reserven Fahrlay, Falkenlay und Fahrlay-Terrassen präsentiert.
Marienburg: Muskulöser, ziemlich straffer Wein mit steinig-mineralischem Nachhall. Schmeckt schon jetzt sehr gut. Starke Qualität.
Marienburg Rothenpfad: Ruhiger, komplexer Riesling mit ausgeprägter Mineralität, die sich in rauchigen Feuersteinnoten offenbart. Starker Wein, braucht aber noch etwas Zeit.
2018 Marienburg Falkenlay: Sehr dicht gewoben, geschmeidige Struktur, vollmundig, mineralisch geprägt und momentan noch verschlossen. Sehr gute Qualität, besitzt Potenzial.
2018 Marienburg Fahrlay-Terrassen: Einer der bemerkenswertesten Riesling der Mosel. Klar und offen, ausgeprägte Mineralität, kraftvoll strukturiert, in sich ruhend, besitzt enormes Potenzial.

Weingut Schloss Lieser – Thomas Haag
Wie immer einer der allerbesten Betriebe an der Mosel. Die Weine sind gekennzeichnet vom reduktiven Thomas-Haag Stil der dem Genießer etwas Geduld abverlangt, denn die Weine brauchen unbedingt Flaschenreife. Am besten haben mir die traditionellen Schloss Lieser Lagen Graacher Himmelreich, Lieser Niederberg Helden und Brauneberger Juffer Sonnenuhr gefallen. Angesichts der Qualitäten sind die Preise für diese Weine beinahe lächerlich. Den legendären Bernkasteler Doktor gibt es nur in der Terroir-Kiste Große Gewächse, er konnte in Wiesbaden leider nicht verkostet werden.
Himmelreich: Noch sehr verschlossen und reduktiv. Es zeigt sich aber eine ausgeprägte Mineralität, viel Finesse und ein sehr langer, starker Nachhall. Eine hervorragende Qualität für Weinfreunde, die etwas Geduld aufbringen können.
Niederberg Helden: Zählt immer zu meinen Favoriten an der Mosel. Tropische Fruchtaromen, sehr mineralisch und kraftvoll. Seidiges Mundgefühl und sehr langer, mineralisch geprägter Nachhall. Ausgezeichneter, vielleicht sogar großer Wein für die Langstrecke.
Juffer-Sonnenuhr: Intensives Bukett mit pfeffrigen Noten. Sehr dicht gewoben, entwickelt Fülle und viel Finesse am Gaumen. Eine robuste Version der Brauneberger Juffer von ausgezeichneter Qualität.

Weingut Fritz Haag – Oliver Haag
Oliver Haag ist in 2019 der große Wurf gelungen. Vom Gutswein, der aus gutem Grund inzwischen ab Weingut ausverkauft ist, bis zum Großen Gewächs ist alles von herausragender Güte. Die einzigartige Finesse und spielerische Leichtigkeit der Brauneberger Juffer kommen bei den 2019ern ganz besonders gut zur Geltung.
Juffer: Elegantes Bukett mit Aromen von Zitronenzeste, Pfeffer und zerriebenen Blättern. Kraftvoll am Gaumen, straffe Struktur und viel Eleganz. Ausgezeichnet. Dieser Wein ist nicht im Sortiment, kann aber gern besorgt werden.
Juffer Sonnenuhr: Sehr feines, dicht gewobenes und komplexes Bukett mit Aromen tropischer Früchte. Hocheleganter Geschmack mit steiniger Mineralität, Pikanz und sehr langem Nachhall. Er besitzt enorme Energie und große Ausstrahlung. Dieser große Riesling war für mich die Nummer Eins an der Mosel und einer der Höhepunkte der gesamten Verkostung. Und das zum echten Schnäppchenpreis!

Weingut Van Volxem
Offensichtlich waren die Bedingungen an der Saar schwieriger als an der Mosel. So variieren auch Van Volxem die Qualitäten auf sehr gutem Allgemeinniveau. Wir haben uns aus dem reichen Angebot für Altenberg und Scharzhofberger Pergentsknoop entschieden, die ich unbedingt empfehlen kann.
Altenberg:  Mineralischer, kraftvoller Wein mit schöner Geschmackstiefe. Grapefruitaromen, pikant und lang. Sehr gute Qualität.
Scharzhofberger Pergentsknoop: Kräftige Struktur mit salziger Mineralität; Aromen von Pflaumen und Jod. Lebhafter, straff gebauter Wein. Sehr gute Qualität.

 

Rheingau
Die Rheingaurieslinge habe ich nicht in voller Breite probiert, daher kann ich hier keine gültige Einschätzung der allgemeinen Lage geben. Die von mir probierten Weine waren jedoch von sehr unterschiedlicher Güte. Die Weine vom Weingut Peter Jakob Kühn sind wieder überragend.

Weingut Peter Jakob Kühn
2018 Doosberg: Intensives, komplexes Bukett mit Düften von reifen Äpfeln und Pfirsichen sowie würzigen Noten. Geschmack mit kraftvollem Anklang, Mineralik, schöner Frische und Karamellnoten. Ein kraftvoller, ruhiger Riesling am Anfang seiner Entwicklung. Ausgezeichnet.
2018 Sankt Nikolaus: Reiches, komplexes Bukett; seidig-sanfte Struktur, salzige Mineralität, enorme Konzentration und Länge. Ein ruhiger erhabener Wein von außerordentlicher Güte. Es würde mich nicht wundern wenn er sich in einigen Monaten zum wirklich großen Wein entpuppen würde.

 

Nahe
In keinem anderen Anbaugebiet gibt es seit Jahren ein derart dichtes Qualitätsniveau wie an der Nahe. Da kann man wirklich nur gratulieren! Fast alle bekannten VDP-Betriebe haben durchgängig mindestens ausgezeichnete Qualitäten.

Weingut Hermann Dönnhoff
Cornelius Dönnhoff hat insgesamt sechs große Gewächse zur Probe angestellt, von denen wir zwei führen. Die besten Qualitäten kommen von der oberen Nahe.
Dellchen: Kräftiger Duft mit Pfirsicharomen; setzt mit Kraft ein und entwickelt sich prächtig am Gaumen. Aromen von Pfirsichen und Birnen, rauchige Mineralität und langer Nachhall. Sehr starker Wein mit Finesse und Charakter.
Hermannshöhle: Dicht gepacktes majestätisches Bukett; baut sich am Gaumen sehr schnell zu bemerkenswerter Präsenz auf und endet in einem sehr langen Nachhall. Ein kompletter sehr ausgewogener Wein. Groß!

Weingut Emrich-Schönleber
Der ehrgeizige Frank Schönleber perfektioniert seine Arbeit von Jahr zu Jahr. In 2019 sind seine Großen Gewächse Frühlingsplätzchen und Halenberg besonders gut gelungen.
Frühlingsplätzchen: Duftet nach tropischen Früchten, Grapefruit, Limone und Gewürzen; klarer, würziger Geschmack mit ausgeprägter Mineralität. Milder, animierender Nachhall. Ausgezeichnet.
Halenberg: Sehr dicht gewobener, mineralisch geprägter Duft; Birnenaromen im durchgängig straff strukturierten Geschmack und steinige Mineralität pur. Sehr langer Nachhall. Sehr starker, eventuell sogar großer Wein.

 

Rheinhessen
Die rheinhessischen Betriebe zeigen sich in 2019 fast durchgängig in Hochform. Der eine oder andere hat erfolglos mit zu früher Lese experimentiert. Bei diesen Weinen ist Vorsicht geboten. Es wurde verbreitet auch mit langem Maischekontakt gearbeitet. Ein Stilmittel, welches ich nicht immer als passend erachte, genauso wenig wie teilweise übertriebene Reduktionen. Dies sind letztlich Geschmacksfragen, die man sicherlich differenziert betrachten kann.

Weingut Gunderloch
Johannes Hasselbach tastet sich experimentierend an das Qualitätsoptimum für Rieslinge vom roten Hang zwischen Nackenheim und Nierstein heran. Seine unorthodoxe Herangehensweise zeitigt ausgezeichnete Ergebnisse mit sehr charaktervollen Weinen und ich werde nicht müde, das Weingut Gunderloch als einen der meist unterschätzten Betriebe Deutschlands zu nennen.
Rothenberg: Kraftvoller, würziger und sehr dicht strukturierter Wein. Sehr trocken und ausgeprägt mineralisch. Momentan noch verschlossen, wird sich prächtig entwickeln. Sehr gute bis starke Qualität.
Hipping: Feiner, frischer Birnenduft mit einem Vanille-Unterton; dichter, saftiger Geschmack mit Grapefruitaromen, angenehmer Fülle am Gaumen und schöner Länge. Dezente Gerbstoffe sind spürbar. Schon jetzt mit großem Genuss zu trinken.
Pettenthal: Sehr zugänglicher Duft mit Orangenaromen und pfeffrigen Noten. Fruchtiger Geschmack mit einiger Fülle und trotzdem straffer Struktur. Saftiger Nachhall mit dem Aroma vollreifer Äpfel. Ein anregender, sehr guter Wein.

Weingut Wittmann
Wie zu erwarten war, präsentierte Philipp Wittmann wieder einige Glanzlichter der Verkostung. Sein grandioser Morstein zählt wiederum zu den allerbesten trockenen Rieslingen des Jahrgangs. Mich haben aber auch Aulerde und Brunnenhäuschen sehr beeindruckt. Leider sind beide Weine ab Weingut bereits ausverkauft und können nicht über uns bezogen werden.
Morstein: Sehr fruchtiges, offenes und direkt ansprechendes Bukett. Kraftvoller, dicht gewobener Geschmack mit deutlich salziger Mineralität, die sich bis über den gesamten, sehr langen Nachhall hinzieht. Grapefruitaromen und Frische, die aus dem kalkigem Boden gezogen wird. Dadurch wirkt der Wein trotz der mineralischen Vibration ruhig und abgeklärt. Schon jetzt grandios, wird sich aber über Jahre hinweg steigern.

 

Pfalz
Meine Pfalznotizen, besonders im Bereich Mittelhaardt zeigt eine ganze Reihe grandioser Weine. Hier ist das Qualitätsniveau ähnlich dicht und hoch wie an der Nahe mit der Ausnahme einzelner Ausreißer. Die Weine diverser Erzeuger zeigen deutliche stilistische Übereinstimmungen. Man könnte sich durchaus ein bisschen mehr Individualität (siehe Württemberg!) wünschen.

Weingut Christmann
Die Christmann Weine zeichnen sich durch Charakterstärke und Langlebigkeit aus. Oft erschließen sich ihre vollen Reize erst nach einigen Jahren Flaschenreife. 2019 bildet da keine Ausnahme. Die Weine zeigen aber noch mehr Mineralität als sonst.
Idig: Etwas verschlossener, reduktiver Duft; dichter, straff organisierter Geschmack mit Apfel- und Pfirsichnoten sowie ausgeprägt salziger Mineralität. Sehr langer Nachhall. Ein maskuliner und sehr eigenständiger Wein in sehr starker Qualität, der einige Jahre Flaschenreife benötigt.

 

Württemberg
Die Württemberger Rieslinge waren die große Überraschung der diesjährigen Probe. Nicht nur das hohe Qualitätsniveau der Weine, sondern vor allem die in anderen Gebieten teilweise vermisste Vielfalt und persönliche Handschrift der Winzer haben viele Verkoster begeistert. Mit Rainer Schnaitmanns Götzenberg kam einer der faszinierendsten Weine der gesamten Probe aus dem Ländle.

Weingut Wachtstetter
Rainer Wachtstetter tritt seit Jahren den Beweis an, dass er nicht nur Rotwein machen kann.
2018 Mühlberg: Kräftiger, leicht reduktiver Duft mit dem Aroma reifer Äpfel; mineralischer Anklang, dicht strukturierter, trockener Geschmack, samtige Tannine im Nachhall. Kraftvoller, von salziger Mineralität geprägter Wein. Sehr gute Qualität

Weingut Dautel
Mit seinem kristallklaren Riesling aus dem Besigheimer Wurmberg liefert das Weingut Dautel schon lange einen der interessantesten Rieslinge vom Neckar. Der Steingrüben besitzt eine ganz andere Stilistik und ist nicht weniger interessant.
Steingrüben: Sehr reduktiver Duft; straffer, mineralischer Anklang, kräftiger aber schlanker Körper, seidiges Mundgefühl, saftig und trocken, Aromen von reifen Birnen und florale Noten. Frischer, angenehm adstringierender Nachhall. Sehr gute, vielleicht sogar hervorragende Qualität, braucht viel Zeit und Luft.

Weingut Aldinger
Über die Brüder Aldinger wird in den letzten Jahren zu Recht viel berichtet. Sie zeichnen für Weine mit großer Klasse verantwortlich. Bereits vor der Abfüllung waren die großen Gewächse 2018/2019 sehr beeindruckend.
Gips Marienglas: Zunächst leicht reduktiv, danach entwickeln sich intensive Fruchtaromen wie Pfirsich oder tropische Früchte; Dichter salzig-mineralischer Anklang, straffer und muskulöser Körper, schöne Länge. Mindestens sehr gute Qualität.
Lämmler:  Kühler, klarer und zurückhaltender Duft; zitronige Frische im Anklang, dichte, straffe Struktur. Sehr gute Qualität, braucht etwas Zeit.

Weingut Schnaitmann
Obwohl Rainer Schnaitmann längst zum schwäbischen Establishment gehört, wird er nicht müde immer weiter zu experimentieren und an seinem Weinstil zu feilen. Seine Rieslinge baut er jetzt sehr lange auf der Hefe aus. Jedenfalls mit dem 2018er Jahrgang ist ihm damit einen großen Wurf gelungen. Stilistisch sind diese Rieslinge etwas völlig Neues. Sie werden sicher extrem polarisieren und vermutlich von Rieslingpuristen schroff abgelehnt werden. Für mich gehört mindestens der Götzenberg zum bemerkenswertesten was ich in den letzten Jahren an deutschen Weinen verkostet habe.
2018 Götzenberg: Intensives, komplexes Bukett, kaum Frucht, dafür viel Mineralität und Hefefloraroma, welches an Juraweine erinnert. Sehr dicht gepackter und ungeheuer vielschichtiger Geschmack, Hefeflornoten, Mineralität und große Länge. Ein faszinierender Wein von enormen Charakter und großer Eigenständigkeit. Passt in keine Kategorie, ist aber hervorragend und vielleicht sogar groß. Dies war einer meiner Höhepunkte der diesjährigen Verkostung.
2018 Lämmler: Hefeflornoten, Apfel, Hartkäserinde und Mineralität im komplexen Duft; trockener Anklang, straffer und sehr mineralisch geprägter Bau, elegant, langer Nachhall. Erinnert ähnlich wie Götzenberg an Juraweine, jedoch ist dies hier weniger stark ausgeprägt. Starke Qualität.

Weingut Beurer
Jochen Beurer genießt eine Reputation als hervorragender Rieslingproduzent, der – für schwäbische Verhältnisse alles andere als selbstverständlich – auch auf der internationalen Bühne großes Ansehen genießt. Langer Ausbau im großen Holzfass ist für ihn selbstverständlich. Deswegen ist Jochen Beurer einer der wenigen, die Weißweine aus dem Jahrgang 2018 vorgestellt haben.
2018 Pulvermächer – Berge:  Leichte Hefenoten im etwas verschlossenen Duft; kraftvoller, beinahe massiver Bau, feine Mineralität, vibrierende Energie, langer Nachhall. Sehr gute Qualität.

 

Weißburgunder

Württemberg

Weingut Aldinger
Aldinger verfügt mit dem Untertürkheimer Gips über eine Top-Lage, die vor allem hervorragende Weißweinqualitäten hervorbringt. Der hohe Kalkgehalt der Lage ist ideal für Burgundersorten.
Gips Marienglas: Frisches Bukett mit floralen Noten und einem Hauch Eichenholz; Straffe Struktur, dezente Eichenholznoten, trotz aller Konzentration gibt es viel Frische. Sollte noch etwas in der Flasche reifen. Sehr gute Qualität.

 

Baden

Weingut Dr. Heger
Das Traditionsweingut ist einer der großen Klassiker am Kaiserstuhl, der für den Burgunderanbau prädestiniert ist. 2019 war auch dort ein ausgezeichnetes Weißweinjahr, in dem besonders ausgewogene Weine entstanden sind.
Vorderer Winklerberg: Kräftiger, eleganter Duft von vollreifen Birnen und weißen Blüten; geht mit Macht und viel Kraft an den Gaumen, geschmeidiges Mundgefühl. Kraftvoller, ruhiger Wein von Format, der noch ein bis zwei Jahre reifen sollte. Sehr gute Qualität

 

Grauburgunder

Baden

Weingut Dr. Heger
Vorderer Winklerberg: Kraftvolles Bukett mit Honig- und Akazienblütenaromen; Sehr kräftiger Geschmack, dicht gewoben, mineralische Untertöne, langer Nachhall. Ein echter Klassiker, sollte noch mindestens ein Jahr ruhen. Sehr gut.

 

Chardonnay

Baden

Weingut Bernhard Huber
Es ist mir schleierhaft warum man überhaupt Chardonnay als Großes Gewächs klassifiziert. In der gesamten Probe gab es wieder einmal genau zwei Weine, die höchsten Ansprüchen genügen. Beide sind von Julian Huber gekeltert und beide sind absolute Weltklasse. Leider sind diese großartigen Chardonnays nur in homöopathischen Dosen zu erhalten.
2018 Bienenberg: Momentan noch durch Reduktion dominiertes aber ansonsten sehr feines, vielschichtiges Bukett. Aromen von Lindenblüten, weißem Pfirsich und Bienenwachs; trockener und sehr frischer Anklang, rassige Säure, muskulös-drahtiger Körperbau, mineralisch, sehr lang. Noch viel zu jung. Starke Qualität.
2018 Schlossberg: Voller Duft nach Lindenblüten, Honig, Bohnerwachs und einem Hauch Eichenholz; dicht gewobener Geschmack, die Säure zeigt sich hier reif und rund. Der Wein ist komplex, besonders ausgewogen und ruhig. Starke Qualität.

 

Rotweine

Spätburgunder
Alle Weine sind, wenn nicht anders bezeichnet, aus dem Jahrgang 2018. Spätburgunder ist bekanntlich die Paradedisziplin der deutschen Rotweine und es gibt eine Menge sehr guter Weine dieser Sorte. Wenn man aber die extrem hohen Maßstäbe ansetzt, die man meiner Meinung nach bei einem Großen Gewächs = Grand Cru anlegen muss, dezimiert dies das Feld der in Wiesbaden präsentieren Weine gewaltig. Immerhin kann man deutliche Fortschritte beobachten, zum Beispiel bei den Farben der Weine. Sie sehen heute bei weitem nicht mehr so müde aus wie noch vor wenigen Jahren. Aber in Punkto Finesse, Tanninqualität und Holzeinsatz gibt es noch sehr viel zu tun. ABER: Die besten Weine können sich absolut mit der Weltspitze messen. Nur sind dies seit Jahren eigentlich immer dieselben. Allen voran steht in 2018 das fränkische Weingut Fürst mit dem umwerfenden, ja großen Hundsrück.

 

Franken

Weingut Rudolf Fürst
Schlossberg: Helles rubinrot; intensives Bukett von roten Früchten, Minze und dezenten Noten frischen Eichenholzes; dicht gewobener und straff organisierter Geschmack, zunächst schlank am Gaumen, entwickelt dann zunehmend Rundheit und Schmelz, langer, fruchtig-frischer Nachhall. Ausgewogener, besonders feiner Spätburgunder. Sehr starke Qualität.
Centgrafenberg: Mittelhelles rubinrot; klarer, eleganter Duft mit dezenter Reduktion und einem Hauch frischen Eichenholzes, Aromen von roten Beeren, Minze und Gewürzen, beginnende Komplexität, vermittelt Reife; sehr dicht und ausgewogen am Gaumen, samtige bis körnige Tanninstruktur, sehr langer und animierender Nachhall. Sehr stark.
Hundsrück: Mittelkräftiges rubinrot; momentan noch verschlossener, nach Belüftung sehr dicht gewobener, kraftvoller Duft von schwarzen Beeren und Gewürzen; Der kraftvolle Anklang geht ansatzlos in einen kraftvollen und sehr dicht strukturierten Körper über, Holznoten sind kaum präsent, dafür schwarze Beeren, Gewürze, rauchige Noten, salzige Mineralität und ein sehr intensiver Nachhall. Ausgewogener, kompletter Wein. Besser geht nicht. Groß!

 

Pfalz

Weingut Friedrich Becker
Die besten Spätburgunder der Pfalz kommen von ihrem südlichen Zipfel, wo die Reben in Kalkstein wurzeln. Das Weingut Friedrich Becker ist schon lange für seine Spätburgunder bekannt, die vor dem Verkauf lange reifen dürfen. Daher sind die vorgestellten Weine allesamt aus dem etwas kühleren Jahrgang 2017. Fritz Becker nimmt sich die großen Burgunder zum Vorbild und nähert sich von allen deutschen Produzenten am deutlichsten dem französischen Stil an.
2017 Heydenreich: Kräftiges rubinrot; komplexer Duft mit reifer Frucht, Vanille und Gewürzen; frischer Anklang mit eleganter Säure, zu kraftvollem Körper aufbauend, straffe Struktur, samtig-griffige Tannine, sehr langer Nachhall. Erscheint noch sehr jung und etwas verschlossen. Starke Qualität mit Potenzial nach oben.
2017 KB (Kammerberg): Kräftiges rubinrot; reduktives Bukett mit Rauchnoten, verschlossen; Sehr dicht gewobener Geschmack, kraftvoll, griffige Tannine, lang. Dieser Wein steckt mitten in seiner Entwicklung und ist definitiv noch zu jung. Großes Potenzial.
2017 Sankt Paul: Bläuliches rubinrot; Röstaromen, Eichenholz und Vanille im Duft, außerdem viel reife Frucht; mächtiger, runder Körper, der durch die feinen und samtigen Tannine in Form gebracht wird, würzige Aromen, langer Nachhall. Auch hier gilt, dass man das Potenzial dieses Weines nur erahnen kann. Momentan ist er viel zu jung, hat aber mit größter Wahrscheinlichkeit eine blendende Zukunft vor sich.

 

Baden

Weingut Bernhard Huber
Wer Spätburgunder sagt muss auch Huber sagen. Bernhard Huber hat den Grundstein für herausragende Spätburgunder geschaffen, auf dem sein Sohn Julian aufbaut und so Jahr für Jahr spektakuläre Weine keltert. Bei der Großes Gewächs Vorpremiere läuft es beim Spätburgunder fast immer auf ein Duell Huber-Fürst aus. Beide lassen regelmäßig die restliche Konkurrenz hinter sich. Bei den 2018ern ist das nicht anders. Wie auch Fürst hat Huber einen ausgezeichneten Jahrgang eingefahren.
Bienenberg: Kräftiges rubinrot mit bläulichem Schimmer; zunächst verschlossen, dann klar, reif und finessenreich, auffälliges Aroma von weißem Pfeffer und viel Frische; am Gaumen komplex und erfrischend, samtig bis seidige Tannine, sehr lang, Besonders eleganter Spätburgunder von großem Format. Sehr starke Qualität
Bienenberg Wildenstein: Dichtes rubinrot; zunächst sehr verschlossenes Bukett, nach Belüftung duftig, floral, Frische vermittelnd, sehr dezente und perfekt integrierte Holznoten (frische Eiche), weißer Pfeffer, rote Beeren, Minze, komplex; sehr dicht strukturierter Geschmack, perfekte Reife und Frische, perfekt samtige Tannine, saftig, sehr lang. Großer Wein.
Sommerhalde: Kräftiges rubinrot; das Bukett ist jetzt schon komplex, mit Aromen schwarzer Beeren, Vanille sowie Gewürzen, Tabak und Minze. Das Ganze erscheint sehr druckvoll und dicht gewoben; der mineralisch geprägte Geschmack ist kraftvoll und trotz aller Konzentration jederzeit erfrischend, die Tannine erscheinen ein bisschen weniger perfekt als bei Bienenberg und Wildenstein, dies ist aber fast eine Spitzfindigkeit. Sehr starker, vielleicht sogar großer Wein.

 

Württemberg
Im Ländle gibt es zunehmend bemerkenswerte Spätburgunder. Erzeuger wie Schnaitmann oder Dautel haben sich einen verdienten Namen für diese Weine erarbeitet. Das stärker kontinental beeinflusste Klima Württembergs hat vielleicht die Extreme des Jahrgangs 2018 noch verstärkt. Jedenfalls zeigten sich die 2018er Spätburgunder und Lemberger durchweg sehr wuchtig und ließen gewohnte Feinheiten vermissen. Einige von mir vor der Abfüllung verkosteten Weine hatten sich bei den Winzern viel vorteilhafter präsentiert als in Wiesbaden. Möglicherweise war ganz einfach der Verkostungszeitpunkt ungünstig, denn viele Weine wurden erst kurz vor der Verkostung abgefüllt. Hier gilt es also noch einmal mit Abstand nachzuprobieren!

Weingut Wachtstetter
Rainer Wachtstetter gilt eigentlich als Lembergerspezialist. Seinen Spätburgunderstil hat er erheblich verfeinert und so kann er inzwischen auch bei den schwäbischen Pinot Noirs nicht mehr übergangen werden.
2017 Geißberg: Rubinrot mit bräunlichen Reflexen; sehr duftiges Bukett mit Rosenduft und dem Aroma von Kirschen und roten Beeren; solide strukturierter kräftiger Geschmack mit dem Aroma roter Beeren, schöne Länge. Gute bis sehr gute Qualität

Weingut Dautel
Spätburgunder ist eine Paradedisziplin von Christian Dautel, der diesbezüglich Berufserfahrung im Burgund und Oregon gesammelt hat. Seine Spätburgunder sind meist die filigransten in Württemberg. Die 2018er haben bei der Verkostung in Wiesbaden die gewohnte Finesse etwas vermissen lassen. Darauf angesprochen, konnte sich dies Christian Dautel nicht erklären, ich kann auch keinen vernünftigen Grund dafür finden und werde die Weine mit etwas zeitlichem Abstand neu verkosten.
Schupen: Rubinrot mit bläulichen Reflexen; kräftiger Duft von schwarzen Beeren und etwas Eichenholz; kraftvoller, wuchtiger Geschmack, Tannine etwas trocken, schöne Länge. Gute Qualität
Forstberg: Rubinrot, leicht bläulich; Duft von roten und schwarzen Beeren; saftige Frucht, kräftig strukturiert, elegante Säurestruktur, samtige Tannine und langer Nachhall. Zeigt deutlich mehr Finesse als Schupen. Sehr gute Qualität

Weingut Aldinger
Hansjörg und Matthias Aldinger haben einen reduktiven Spätburgunderstil kultiviert, den man manchmal im Burgund findet. Die Reben stehen an zwei interessanten Standorten mit deutlich unterschiedlichen Böden und Kleinklimata. Ich bevorzuge bei Aldingers Roten meist die Weine aus dem Fellbacher Lämmler, die in der Regel straffer strukturiert sind als die Gips Marienglas-Gewächse. Beide Weine wurden von mir vor der Abfüllung vorteilhafter probiert. Es ist davon auszugehen, dass sich die Weine nach einer Ruhephase von etwa einem oder zwei Monaten wieder besser präsentieren.
Gips Marienglas: Rubinrot; leicht reduktiver Duft, nach Belüftung zeigen sich klare Aromen roter Beeren; eleganter Anklang, kräftiger Geschmack mit frischer Säure und samtigen, dezent grünen Tanninen. Mittellang. Gute Qualität, in einem oder zwei Monaten zu überprüfen, dann vermutlich mindestens sehr gut
Lämmler: Rubinrot; deutlich reduktiver Duft; Geschmack dicht und straff strukturiert und von frischer Säure begleitet, samtige bis seidige Tannine, harmonisch und langer Nachhall. Auch hier lohnt sich das Nachverkosten, vorerst sehr gute Qualität mit steigender Tendenz.

Weingut Schnaitmann
Rainer Schnaitmann ist einer der erfolgreichsten Spätburgunderproduzenten Württembergs. Seit Jahren hat er seinen Stil gefunden, den er kontinuierlich verfeinert. Sein Großes Gewächs wurde leider erst kurz vor der Verkostung abgefüllt. Deswegen dürfte er sich in einigen Wochen vorteilhafter präsentieren.
Lämmler: Kräftiges rubinrot; dicht gepacktes Bukett mit Aromen schwarzer Beeren und würzigen Noten, etwas reduktiv; kräftiger Geschmack, dem man hohe Traubenreife anmerkt, sanfte Säure bringt die nötige Frische, schöne Länge. Robuster Spätburgunder mit einiger Finesse. Sehr gut.

Weingut Heid
Markus Heid haben viel zu wenige Weinliebhaber auf dem Radar. Vielleicht liegt es daran, dass seine Weine erst einmal unspektakulär, ja schüchtern oder anfangs sogar etwas abweisend daher kommen. Lässt man ihnen Zeit, entwickeln sie sich prächtig und dann zeigen sie sehr viel Charakter.
2018 Lämmler: Mittleres rubinrot; leicht reduktiver, Frische vermittelnder Duft mit Aromen roter Beeren; kräftiger Geschmack mit einiger Eleganz, samtige bis körnige Tannine, Aromen von roten Beeren und Tabak sowie erdige Noten und schöne Länge. Guter bis sehr guter Wein mit Potenzial nach oben. Sollte noch mindestens ein weiteres Jahr reifen.

Lemberger
Die Parade-Rotweinsorte Württembergs. Außer den Neckarweinen wurde nur noch ein badischer Lemberger vorgestellt, der allerdings aus dem benachbarten Kraichgau kommt und daher wenigstens zum württembergischen Dunstkreis zählt. Obwohl die schwäbischen Winzern seit Jahren auf größere Finesse bei den Lembergern hinarbeiten und in diesem Zug immer weniger neues Holz einsetzen, präsentierten sich die meisten 18er großen Gewächse ziemlich massiv und ließen gerade die zuletzt sehr schön herausgearbeiteten Feinheiten vermissen. Dies allein auf den warmen 18er Jahrgang zu schieben wäre zu simpel. So müssten zum Beispiel die zwangsweise kräftigeren Tannine eines solchen Jahres automatisch für Finesse und straffe Strukturen sorgen. Unglückliche Abfüllzeitpunkte spielen auch hier eine nicht unwesentliche Rolle. Angesichts dessen, was ich bereits in diversen Weingütern verkostet habe, bin ich überzeugt, dass ich bei einem späteren Probierzeitpunkt (oder früherem Abfülldatum) zu deutlich vorteilhafteren Einschätzungen kommen würde.

Weingut Wachtstetter
Das Weingut liegt im Zabergäu, dem westlichen Zipfel Württembergs und profitiert von einem warmen und trockenen Kleinklima, welches ideal für den Lembergeranbau ist. Rainer Wachtstetters Lemberger sind stattloich strukturierte Langstreckenläufer. Sie brauchen viel Zeit zur vollständigen Entfaltung. Aus diesem Grund stellte Rainer Wachtstetter hier einen Wein aus dem kühleren 17er Jahrgang vor.
2017 Spitzenberg: Dichtes granatrot; kräftiger Duft von Schwarzkirschen und an Räucherspeck erinnernde Aromen; kraftvoller, sehr dichter Anklang, schnell zu mächtigem Körper aufbauend, etwas Eichenholz spürbar, frische Säure und schöne Länge. Braucht noch Zeit, sehr gute Qualität.

Weingut Dautel
Christian Dautels Lemberger sind für Präzision und Finesse bekannt. Schon sein Vater hatte ein sehr sicheres Händchen für den passenden Holzeinsatz, Christian hat dies noch verfeinert. Die Große Lage Michaelsberg liegt ziemlich hoch und windexponiert. Das schafft ein relativ kühles Kleinklima und somit ideale Voraussetzungen für feingliedrige und finessenreiche Lemberger.
Michaelsberg: Granatrot; feiner Duft mit dezent holzigen Noten; frischer Anklang, straffer, schlanker Körper, Tannine noch etwas rau, lang und elegant. Braucht noch Zeit, sehr gut +

Weingut Aldinger
Hansjörg und Matthias Aldinger haben sich in den letzten Jahren mit maskulinen Lembergern hervorgetan, die durch immer feinfühligeren Holzeinsatz zunehmend an Eleganz gewinnen. Der Fellbacher Lämmler ist, nach meiner Meinung, eine besonders zur Rotweinerzeugung geeignete Große Lage, die es erlaubt, kraftvolle Weine mit großer Raffinesse zu keltern. Der 18er wurde erst kurz vor der Wiesbadener Probe gefüllt, es ist davon auszugehen, dass er sich nach einer mehrwöchigen Ruhephase deutlich stärker präsentiert.
Lämmler: Granatrot; reduktiver kräftiger Duft, Schwarzkirschenaromen; kraftvoller Anklang, dichte und ziemlich straffe Struktur, feinkörnige Tannine, etwas Holz, langer Nachhall. Kraftvoller Wein mit großem Potenzial, braucht Zeit. Sehr gut +

Weingut Heid
Natürlich ist der Fellbacher Markus Heid auch in der Hauslage Lämmler begütert, deren Eigenschaften den kernigen Heid-Stil noch hervorhebt.
Lämmler: Dunkles granatrot; würziges Bukett mit Schwarzkirscharomen, Duft von Räucherspeck und würzigen Noten sowie etwas Eichenholz; Kräftiger Anklang, dicht gepackter muskulöser Bau, mineralische Noten, feinkörnige Tannine, langer Nachhall. Ein kraftvoller, komplexer Lemberger mit Spannung und mineralischer Frische. Sehr gute bis starke Qualität.

Weingut Schnaitmann
Der Dritte im Fellbacher VDP-Triumvirat. Rainer Schnaitmann ist sicher der experimentierfreudigste der bekannten Fellbacher Weingüter. Beim Lemberger bleibt er aber seiner gewohnten Linie treu und liefert auch in der 18er Ausgabe einen Wein von stattlicher Statur. Er wurde erst kurz vor der Probe abgefüllt.
Lämmler: Dunkles granatrot; reduktives Bukett mit Holznoten (laut Rainer Schnaitmann wurde kein neues Holz eingesetzt!), speckig-rauchige Noten, Schwarzkirschen, schwarze Beeren; kräftiger Anklang, geschmeidiger Körper, samtige Tannine, vollmundig und ausgewogen. Mindestens sehr gut, vermutlich deutlich besser sobald er sich von der Abfüllung erholt hat.

Weingut Jürgen Ellwanger
Das Weingut am Oberlauf der Rems ist für markante und langlebige Weine bekannt. Dank des etwas kühleren Kleinklimas besitzen sie oft mehr Frische und Eleganz als die Gewächse aus den wärmeren Zonen des unteren Remstals.
Berg: Rubinrot; würziges Bukett mit den Aromen schwarzer Beeren, etwas Holz und Räucherspeckduft; kräftige Struktur, sehr würziges Mundaroma mit ausgeprägten Pfeffernoten, seidige Tannine, hat Spannung. Sehr gut +

Branco Dão Serra da Estrela Vinhas Velhas 2018Ausgezeichnet: A Centenária von Antonio Madeira

In seiner neuesten Ausgabe 03/19 hat das Weinmagazin VINUM unter anderem die Weine von Antonio Madeira entdeckt. Sein Spitzenwein A Centenária schneidet bei der Bewertung mit 19,5 von 20 Punkten Spitze ab. Der 2015er A Centenária besticht durch seine Vielschichtigkeit, Mineralität, Dichte und Eleganz und gehört für uns zu den ganz Großen Portugals. Ein Grund, warum wir die Weine von Antonio Madeira schon seit geraumer Zeit in unserem Sortiment führen. Und deshalb freuen wir uns auch besonders über die Auszeichnung.

Die Weine der Hochebene Serra da Estrela gehören mit zu den feinsten und spannungsreichsten Weinen Portugals. Sie profitieren von den bis zu 800 Meter hohen Lagen und den stark verwitterten Granitböden der Region. Traditionell stehen die Weinberge dort im gemischten Satz, einige der Reben – auch die von Antonio Madeiras A Centenária – sind über 100 Jahre alt und sorgen bei aller Frische und Spannung für viel Extrakt.

Weitere Infos zu Antonio Madeira …
Zur VINUM-Beschreibung …

FalstaffTrophy 2019

Bernd Kreis ist Sommelier des Jahres

Falstaff WeinTrophy 2019

Es ist tatsächlich wahr geworden: Die Falstaff-Jury hat Bernd Kreis zum Sommelier des Jahres 2019 gewählt. Das freut uns natürlich sehr. Feiern Sie mit uns und testen die von ihm selektionierten Weine in unserer Weinbar am Schillerplatz in Stuttgart … Oder Sie bestellen einfach in unserem Online-Shop eine Auswahl aus unserem Sortiment individueller, handwerklich produzierter Weine.

Seit jetzt bereits neun Jahren zeichnet Falstaff den Sommelier des Jahres, den Newcomer des Jahres und den Winzer des Jahres aus. Außerdem wurde dieses Jahr auch eine Auszeichnung fürs Lebenswerk vergeben, die an Hanno Zilliken aus Saarburg an der Saar ging.

Neben Bernd Kreis als Sommelier des Jahres kommt ein weiterer Preisträger aus Württemberg: Moritz Haidle aus Stetten im Remstal räumte in der Kategorie Newcomer des Jahres ab. Der Winzer des Jahres kommt mit Mathieu Kauffmann vom Weingut Reichsrat von Buhl aus der Pfalz. Wir gratulieren allen Preisträgern herzlich.

Bernd Kreis war von 1991 bis 2001 als Chefsommelier in der Stuttgarter Wielandshöhe. 1992 erhielt er die Auszeichnung ‘Meilleur sommelier d’Europe’. Seit 1996 gibt es – anfangs neben der Tätigkeit als Sommelier bei Vincent Klink – die Weinhandlung Kreis, die Bernd heute mit großem Erfolg an zwei Standorten in Stuttgart führt. In der kleinen Bar in der Stuttgarter Innenstadtfiliale am Schillerplatz berät er immer noch ab und zu Weinbegeisterte und Weinliebhaber.

Die Aufgaben des Sommeliers werden sowohl von Bernd Kreis als auch von der Falstaff-Jury über die Grenzen des klassischen Images hinaus interpretiert: Neben der beratenden Tätigkeit fördert er immer wieder junge Winzertalente und ist unermüdlich im Bestreben, auch über die Landesgrenzen hinaus Verbindungen zwischen Weinregionen und Winzern herzustellen. Sein jüngstes Projekt: Die Perspektive Wein, eine Weinmesse, bei der eine Vielzahl der in den Ladengeschäften vertretenen Winzer aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Österreich und Portugal ihre Weine präsentieren. Die Perspektive Wein findet jedes Jahr im November in den Stuttgarter Wagenhallen statt. Zudem bewirtschaftet Bernd Kreis einen 20 Ar großen Weinberg im Steilhang des Degerlocher Scharrenberg.