Live im Wein-Kreis

Das Format

Wir vermissen das gesellige Weintrinken! Deshalb möchten wir Sie zu unserer wöchentlichen Runde „Live im Wein Kreis“ einladen.
Jeden Dienstagabend gehen wir live, um gemeinsam mit Ihnen einen interessanten Wein zu trinken. Wir schalten den jeweiligen Winzer dazu und erfahren in lockerer Atmosphäre, warum der Wein so schmeckt, wie er schmeckt. Wir plaudern (nicht nur über Wein!) und beantworten all Ihre Fragen aus dem Chat. Das schöne: Jeder kann von überall her teilnehmen, selbstverständlich kostenlose und ohne Anmeldung. Das Schöne an unserem Wein-Kreis: Jeder kann von überall her teilnehmen. Jeden Dienstag um 20 Uhr live auf Instagram.

Teilnehmen kann man ganz einfach: Folgen Sie unserem Instagram-Kanal und schalten Sie Dienstag um 20 Uhr ein, wenn wir „live gehen“. Wer keine Zeit hat, kann sich die Videos anschließend auf Instagram, YouTube oder Facebook anschauen – nur verpassen Sie dann die Chance, mitzudiskutieren.

Die nächsten Termine

Domaine Belargus – Anjou noir Chenin blanc 2019
So viel Aufsehen wie die Domaine Belargus hat schon lange kein Weingut aus dem Anjou mehr erregt. Voll und ganz dem Chenin blanc aus allerbesten Lagen verschrieben, hat Belargus ausschließlich Weltklasse-Weißweine im Programm. Wir probieren den fulminanten Einstiegswein „Anjou Noir“ mit dem überaus sympathischen Weingutsbesitzer Ivan Massonnat.

Bernd Kreis – rou rou rouge 2018 + 2019
Endlich 2 Flaschen im “Live im Wein-Kreis”. Wir hatten es bereits angekündigt: Mit dem Jahrgang 2019 vollziehen wir mit unserem eigenen Rotwein einen Stilwechsel. Es wird nach sieben ungeschwefelten Jahrgängen wieder leicht geschwefelt. Das ist eine hervorragende Gelegenheit, ein Thema zu vertiefen, das so oft angesprochen wird: der Unterschied zwischen geschwefelt und ungeschwefelt. Mit von der Partie sind Hansjörg und Matthias Aldinger, die unsere Weine vinifizieren und ausbauen.

Weingut Beurer – Riesling Kieselsandstein 2018
Ein Live-Tasting mit Jochen Beurer war längst überfällig. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Jochen die Württemberger Weinszene wie wir sie heute kennen, entscheidend beeinflusst hat. Seine erfrischenden Ideen, der ganzheitliche Einsatz für naturnahes Arbeiten und natürlich seine einzigartigen Rieslinge haben diesen sympathischen Winzer zu einer Größe des schwäbischen Weinbaus gemacht, an der man nicht vorbeikommt.

Castagnoli Chianti Classico 2017
Die Fattoria Castagnoli steht für hochkarätige Sangiovese-Rotweine mit eigenständigem Charakter. Für uns ist dieser wunderschön gelegene Betrieb (es gibt dort auch Ferienwohnungen!) eine der Top-Adressen im Chianti. Wir probieren den Chianti Classico mit Tim Schefenacker. Mit dem Chianti könnt Ihr mal eine schöne Pizza verkosten, Pasta mit Ragù oder Spaghetti mit der vegetarischen Linsenbolognese von Dirk Brendel aus unserer „Solidarität schmeckt“ Seite. Zum Rezept >>

6. April

Can Descregut – Memòria Reserva Brut Nature Corpinnat 2015
Weil die Anforderungen für Cava immer weiter verwässert werden, gründeten einige Schaumweinerzeuger kurzerhand den Verband Corpinnat mit sehr strengen Regeln für die Schaumweinerzeugung im klassischen Cava-Gebiet. Wir verkosten den hervorragenden 2015er Memòria mit Marc Milà von Can Descregut.
Zum Essen empfehlen wir dieses Mal japanische Küche. Wir haben die Can Descregut Cavas zu diversen Gerichten unseres Lieblingsjapaners „Nagare“ verkostet und finden, dass er ein super Allrounder zu diesen wunderbaren Speisen ist.
24,50 €

Das Gewinnspiel

Die Spielregeln sind recht einfach: Wein besorgen, Instagramsendung einschalten und spätestens am darauffolgenden Tag einen Post vom jeweiligen Wein mit dazu passender Speisebegleitung veröffentlichen. Damit wir Ihren Post sehen, sollten Sie unbedingt die Hashtags #weinhandlungkreis und #liveimweinkreis verwenden! Der Gewinn: natürlich mehrere Flaschen vom jeweiligen Wein. Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Live im Wein-Kreis

Wein der Woche mit Bernd Kreis (1)

2018 Jaspe, Vin de Pays des Alpilles, Domaine Hauvette
Ein komplexer Weißwein von Dominique Hauvette, einer verehrenswerten Winzerin. Er wächst in Les Baux de Provence, einem gesegneten Flecken Erde im Rhônedelta mit mediterranem Klima und dramatischer Landschaft. Wie in allen Weinen aus Dominiques Weinbergen, vermeint man auch hier die kräuterwürzige Luft der Provence zu riechen. Der Geschmack ist ungeheuer facettenreich und ausgeprägt mineralisch. Ein großer Weißer, der jetzt hervorragend schmeckt, sich aber über viele Jahre positiv entwickeln wird.

DEVO, Uncontrollable Urge (1978)
Die Jungs von DEVO haben erst einmal für großes Staunen gesorgt. Danach kam dann bei den meisten Leuten entweder Kopfschütteln, Gelächter oder, wie in meinem Fall, Bewunderung. Irgendwie wurden die immer in die Clown-Ecke gestellt, was ich nie verstanden habe. Das war schon noch Punk, aber mit einem riesen Schuss Avantgarde und großartiger Konzeptkunst.

Wein der Woche mit Bernd Kreis

Zu den Weinen der Woche im September/Oktober habe ich einen Soundtrack aus meiner Oberstufenzeit zusammengestellt.
Musik war schon seit meiner Jugend sehr wichtig für mich. Alles fing mit dem, in den siebziger Jahren obligatorischen, Radiorecorder an, den damals alle zum Aufnehmen der Lieblingsmusik aus dem Radio genutzt hatten und das herstellten, was heute Mixtape heißt. Damals war es DIE Todsünde für Radiomoderatoren, abzumoderieren bevor das Stück zu Ende war. Wenn es trotzdem mal einer gemacht hatte, gab es sofort Protestanrufe und Beschwerdebriefe an den Sender. Sowas hatte ja gleich zigtausende Aufnahmen ruiniert.
Als ich als totales Landei die Oberstufe in der nächst größeren Stadt, Gelnhausen, besuchte, öffneten sich mir ganz andere musikalische Horizonte. Das Städtchen hatte damals eine ziemlich große US-amerikanische Garnison. Da kam man ganz automatisch mit Soul und Funk in Berührung. Aber auch Südstaatenrock und Jazz. Natürlich war das auch noch die Zeit des Punk und der Avantgarde, die Hippiewelle war, zwar abklingend, aber auch noch irgendwie da. Das alles waren musikalische Zumutungen für meine Familie und für die übrigen Bewohner meines kleinen Spessartdorfes, denn mit dem ersten selbstverdienten Geld kam auch ziemlich flott eine Stereoanlage ins Haus, mit der ich in großzügiger Weise Dorfbeschallungen – wie meine Mutter zu sagen pflegte –  durchgeführt hatte.

Zur Mixcloud-Playlist >>

Wein der Woche in der Sommerpause

Unsere Wein der Woche-Reihe geht im August erstmal auf Sendepause und ist ab September wieder mit einer neuen Playlist auf Mixcloud am Start. Falls Sie noch nicht reingehört haben, lohnt sich der Rückblick: Mit dabei waren Radio Soleidad, Anthony Wilson, Stephan Reinhardt, Rainer Trüby, A Girl called Eddy, Vincent Klink, Björn Springorum, Samùel Jon Samùelssen & Michael Paukner.
To be continued…

Wein der Woche mit Michael Paukner (4)

Calcium – Je T’ai Crue (1968)
Die Psychedelic Band Calcium, 1968 in Paris von dem frazösischen Jazz
Schlagzeuger Stepahne Vilar gegründet, war eigentlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, hatte die besten Kontakte zur Pariser Musik,Film und Kunstwelt und mit der damals schon recht bekannten Schauspielerin und Sängerin Zouzou ein leuchtendes Aushängeschild . Trotzdem veröffentlichte die Band nur eine einzige Single, die zudem noch, ohne Promotion und völligem Desinteresse des Labels von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Eigentlich hatte man Material für eine ganze LP, dies wurde dann aber schnell aufgegeben und die Band zerfiel. Dank des Pariser Platten Labels Monster Melodies kann man sich diese wirklich tolle, voll entwickelten ,unglaublich musikalische und sehr psychedelischen Aufnahmen nun in ganzer Plattenlänge anhören und sich freuen, wie gut etwas sein kann, wenn alles zusammengeht, genau wie bei diesem herrlichen Chardonnay, da stimmt auch alles!

Bourgogne Côte d’Or Cuvée Antoine 2018, Domaine Claude et Catherine Maréchal
Wir lieben die Weine von Claude und Catherine Maréchal weil sie das klassische Burgund auf hervorragende Weise verkörpern und dazu noch wirklich preiswert sind. Ihr „kleiner“ Chardonnay, benannt nach dem Sohn Antoine, der sich gerade anschickt, das Weingut zu übernehmen, überzeugt auf ganzer Linie. Er ist ziemlich kräftig besitzt schöne Eleganz und erstaunliche Tiefe. Seine reiche Struktur macht ihn zum allerbesten Begleiter von Fisch und Geflügel mit cremigen Saucen.

Domaine Belargus mit 100 Parker-Punkten

Normalerweise sehen wir Punktbewertungen bei Weinen recht kritisch. In diesem Fall ist sie aber nicht nur außerordentlich bemerkenswert, sondern in unseren Augen als Distributeur auch mehr als verdient: Die Domaine Belargus wurde zum ersten Mal in Robert Parkers Wine Advocat reviewt und das mit maximaler Verehrung: “This is one of the most spectacular new entries in the history of The Wine Advocate, and it makes the Loire, especially its tributary, Layon, one of the most fascinating terroirs in the Anjou region. Domaine Belargus is the name that should soon populate the world’s finest wine lists, especially since the prices are—still?—affordable.” (Stephan Reinhardt, Wine Advocate)

Alle Weine der Domaine Belargus, die allesamt mit über 90 Punkten bewertet wurden, finden Sie hier. Falls Sie mehr erfahren wollen über Ivan Massonnat, der als “Weingutmanager” von Belargus auf beeindruckende Art und Weise das Erbe von Winzerlegende Jo Pithon im Anjou Noir fortführt, empfehlen wir unsere Live im Wein-Kreis-Folge vom 11. Mai.

Wein der Woche mit Michael Paukner (3)

Riesling Qualitätswein feinherb Vom Schiefer 2018, Weingut Ansgar Clüsserath
Feinherb ist die etwas elegantere Bezeichnung für halbtrocken. Inzwischen erlebt dieser klassische Moselriesling eine Renaissance. Zu Recht! Denn dies ist eine der schönsten Erfrischungen seit es Riesling gibt. Und er macht sogar bei Tisch eine gute Figur. Zum Beispiel ist er unschlagbar gut zum Graved Lachs mit Senf-Dill-Sauce und traumhaft zu scharfen Thai-Zubereitungen und Curries.

Antena – Achilles (1982)
Feinherb, da fällt mir unweigerlich die belgisch französische Elektro Pop Band Antena ein, die Anfang der 80er Jahre in ihrem Frühwerk kongenial den kalten, minimalen Sound der Synthie Industrial Punk Pioniere Suicide mit den warmen Klängen des Bossa Chansons kombinierten, und dabei einen sehr reizvoll diskrepanten Sound schufen. Vor allem an heißen Sommertagen funktioniert das hervorragend, genau wie der geniale Moselriesling hier, der einfach nur Spaß macht!!

Wein der Woche mit Michael Paukner (2)

Rou-rou-rouge Schwäbischer Landwein trocken 2018, Kreis
Dieser Cabernet Franc aus unserem eigenen Weinberg in Stuttgart-Degerloch wurde ohne zugesetzten Schwefel abgefüllt. Er bringt saftige Frucht an den Gaumen und besitzt einen geschmeidigen Nachhall. Weil er auch leicht gekühlt gut schmeckt, ist er absolut hochsommertauglich.

Curtis Amy / Dupree Bolton – Native Land (1963)
Nach dem ersten Schluck, leicht gekühlt, wie empfohlen, musste ich
sofort an ein Stück denken, welches ich in letzter Zeit öfters gehört habe, ‘Native Land’ , von der erstaunlichen West Coast Jazz LP Katanga! Die einzige Zusammenarbeit des Saxophonisten Curtis Amy und des Trompeters Dupree Bolton ist eine jener Platten, die einen vom ersten Ton an mitreißen und bis zum Schluss nicht loslassen. Könnte man daraus jetzt eine Analogie zum ersten Glas der Weinflasche stricken, denn diesen Wein vom schönen Stuttgarter Schimmelhüttenweg, möchte ich einfach auch immer weiter trinken, aber ich erzähle lieber noch ein bisschen zur Musik. Erschienen auf dem Pacific Jazz Label im Jahr 1963, ist die LP ein modales Meisterwerk, mit Wurzeln im Hard Bop, aber auch SoulJazz und Blues klingen an. Der hier fantastisch spielende Trompeter Bolton hat, wie in der ausführlichen Textbeilage dieser Tone Poet Pressung erzählt wird, traurigerweise die meiste Zeit seines Lebens in Gefängnissen verbracht, und ist nur überhaupt noch auf einer weiteren Aufnahme mit Art Farmer zu hören. Da die Tone Poet Vinyl Reissue Serie exzellent analog gemastert ist, und schon hier zu Hause fantastisch klingt, freue mich darauf, sie in Bernds neuer High Fidelity Bar auf seiner sagenumwobenen Anlage zu hören, und dazu trinke ich dann garantiert noch ein Glaserl vom rou-rou-rouge.

Gereifte Weine von Clos de Gamot

Weine aus Cahors gelten gemeinhin als schwer, tiefdunkel und zuweilen schroff. Der Grund dafür ist ein sehr robustes Tanningerüst der Rebsorte Malbec, welche die Apellation dominiert. Die Folge davon: die enorme Lagerfähigkeit.

Ein besonderes Aushängeschild von Cahors ist das Weingut von Martine und Yves Jouffreau-Hermann, die mit ihrem Clos de Gamot einen echten Klassiker produzieren: einerseits relativ günstig und andererseits ein unvergleichliches Reifepotential. Die Geschichte des Weinguts reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, die letzten 120 Jahrgänge (!) sind nahezu lückenlos im Keller vorhanden. Die Jouffreaus haben also ausgesprochen früh das Reifepotential ihrer Weine als unique selling point erkannt.

Um uns dieses Faszinosum näher zu bringen gibt es nun ganz neu die Sélection Famille Jouffreau. Dabei handelt es sich um drei unterschiedliche Abfüllungen, die im Stile eines Portwein-Blends mehrere Jahrgänge vermählen. Die Abfüllung bestehen jeweils aus Weinen, die mindestens 10, 15 oder 20 Jahre gereift sind. Eine beeindruckende Möglichkeit, den Reifeprozess der Cahorsweine unabhängig von jahrgangsspezifischen Besonderheiten kennenzulernen!

Clos de Gamot Juli 2021

Clos de Gamot
In unserem Probepaket finden Sie diesmal nur drei Flaschen: Die Cahors Sélection Famille Jouffreau mit 10, 15 und 20 Jahren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit perfekt gereiften Weinen.

Wein der Woche mit Michael Paukner (1)

Le Petit Taureau Vin de France 2019
Ein langer, schwülheißer Tag im Stuttgarter Kessel geht endlich in
den Abend über, ein leichter Wind kommt auf, von weitem hört man
Donnergrollen. Der Moment, zu Speck und Käse mal wieder einen Rotwein aufzumachen, am besten so einen frischen, sympathischen wie den Petit Taureau, der laut mitgelieferter Information von einem luftigen, leicht kühlen Sehnsuchtsort im Süden Frankreichs stammt.

Doctor John – Black John The Conqueror (1971)
Aufgelegt habe ich mir dazu, eher passend zum Wetter als zum Wein, Dr. John’s – The Sun, Moon & Herbs aus dem Jahr 1971. Und während die ersten dicken Tropfen auf dem Fensterbrett landen, erzählt der 2019 verstorbene Musiker aus New Orleans im gleichnamigen Eröffnungsstück, die Sage von ‘Black John the Conqueror’, einem afrikanischen Prinzen, wohl mit magischen Kräften ausgestattet, der versklavt und nach Nordamerika verschleppt wurde, und dem dann in alten Überlieferungen viele wundersame Taten nachgeschrieben werden.

Damit sind Themen und Sound gesetzt. Schleppend ,psychedelisch und polyrhythmisch blubbernd geht es weiter. Die Platte ist eine zähe Melasse aus Blues, Cajun, Voodoo, Gospel, New Orleans Funk und einem großen Sumpfkrokodil, daß bewegungslos unter der Oberfläche lauert. Zudem klingt das Ganze auch sehr stoned.

Alles passend zum Wetter hier, inzwischen regnet es stärker, das Ganze ist aber eher ein Saunaaufguss. Wirklich helfen tut hier nur noch ein weiteres Glas des sehr belebenden Petit Taureaus.

Wein der Woche mit Michael Paukner

Die nächste Playlist zu den Weinen der Woche kommt von Michael Paukner. In der Stuttgarter Szene wird er liebevoll Pauki genannt. Wenn es un Musikgeschmack geht, vor allem bei Jazz und Soul, führt im Stuttgarter Kessel kein Weg an ihm vorbei. Der Vinylexperte berät und verkauft im Second Hand Records, einem für Vinylenthusiasten verhängnisvollen Ort, aus dem es wie bei Buñuels Würgeengel scheinbar kein Entrinnen gibt.

Wein der Woche mit Samúel Jon Samúelsson

Dão Tinto Reserva Abanico 2016, Casa da Passarella
Wer kraftvolle und zugleich finessenreiche Rotweine aus Portugal sucht, liegt bei Dão goldrichtig. Die Reserva wird aus Trauben alter Reben im gemischten Satz gekeltert. Das heißt, dass die Rebsorten im Weinberg bunt gemischt gepflanzt wurden, die Mischung also schon im Weinberg entsteht. Natürlich geht es hier, wie in Portugal fast immer üblich, nur um einheimische Sorten, von denen es dort über 400 gibt.

Fabiano Nascimento – Ewe (Danca dos Tempos 2015)
Since this whine is from Portugal i had to find something with portuguese roots and what better then something from Brasil? Brazil-born, L.A.-based guitarist Fabiano do Nascimento is deeply rooted in Afro-Brazilian jazz, folklore, bossanova and samba. Here is a favorite song of mine from his album Danca do Tempo from 2015

Wein der Woche mit Samúel Jon Samúelsson (3)

2020 Syrah Les Monestiers, IGP Collines Rhodaniennes, Domaine les Bruyères
Wrong time – wrong place. Das gilt auch für Weinberge. Les Monestiers liegt nämlich am südlichen Ufer der Isère und damit wenige Meter außerhalb der Grenzen der bekannten Appellation Crozes Hermitage.
Kleinklima, Boden, Rebsorte – alles dasselbe aber im falschen Département. Deswegen kann David Reynaud diese würzige Syrah maximal als Landwein verkaufen. Umso besser für kostenbewusste Weinfans, denn sie erhalten einen kleinen Crozes Hermitage aus handwerklicher Bio-Produktion zu einem äußerst attraktiven Preis.

Kondi Band – Yeah (2016)
Great for the bbq season
here is a fantastic band that i discovered when on my way to Sierra Leone a few years ago. Its a collaboration between Sierra Leonean kondi (thumb piano) player Sorie Kondi and US producer / DJ Chief Boima, who himself has Sierra Leonean roots. the song is Yeah from their album Belle Wahallah.

Cool Climate – Cool Wines

Wer Klima sagt, der muss auch Wandel sagen. Denn seine Folgen sind für die Landwirtschaft im Allgemeinen und den Weinbau im Speziellen längst nicht mehr zu leugnen. Nicht umsonst hält mittlerweile der Begriff des Cool Climate Winegrowings als Gütekriterium Einzug in die Marketingsprache der Weinwirtschaft.

Aber wodurch zeichnet sich eine Cool Climate-Region aus? Bezogen auf den Wein ist damit nicht etwa die Nordseeküste gemeint. Stattdessen gibt es klare Kriterien: Die Durchschnittstemperatur während der Wachstumsphase der Reben beträgt zwischen 13°C und 15°C mit deutlichen Tag- und Nachtschwankungen, es gibt eine klare Verteilung der Jahreszeiten mit warmem, niederschlagsreichem Sommer, (manchmal auch zu) frostigem Winter und einem trockenen Herbst. Bekannteste Beispiele aus der europäischen Weinwelt sind wohl die Champagne, Chablis oder die Mosel.

Und was bedeutet das für die Weine? Die Aromatik und vor allem auch die Säure der Trauben profitiert von langen Reifephasen und dem Wechsel zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten. Typische Rebsorten von Cool Climate-Weinen sind neben Riesling, Sauvignon Blanc und Chardonnay der Pinot Noir, Gamay oder Cabernet Franc. Was die Weine auszeichnet sind eine tolle Frische, knackige Säure und moderater Alkoholgehalt.

Cool Climate Juni 2021

Probepaket Juni

Cool Climate – Cool Wines

In unserem Probepaket aus kühlen Weinregionen sind neben dem Burgund, der Loire und der Mosel auch das atlantisch geprägte Klima von Ribeiro und die Höhenlagen der Rioja vertreten. Eine Möglichkeit auch in wärmeren Regionen Cool Climate-Weine zu produzieren besteht nämlich unter anderem darin – wie im Fall von Sandra Bravo – höhere Lagen zu bewirtschaften.

95,00 € (statt 106,10 €)
21,11 € pro Liter (statt 23,58 €)

6 Flaschen 2020 Brauneberger Juffer Riesling Kabinett 2020 Juffer Riesling Kabinett, Weingut Schloss Lieser, Mosel
Wenn man Riesling mag, ist man an der Mosel genau richtig. Wenn man Riesling Kabinett mag, führt am Schloss Lieser kein Weg vorbei. Der Juffer balanciert derart virtuos zwischen Fruchtsüße und Säure, dass man schwer genug davon kriegt. Seine mineralische Ausdruckskraft sagt einem gleichzeitig mit jedem Schluck: Diese Trauben sind genau am richtigen Hang gewachsen.

8,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 14,90 €
19,87 € pro Liter
6 Flaschen 84,00 € (statt 89,40 €)
18,67 € pro Liter

6 Flaschen 2018 Bourgogne Hautes Côtes de Beaune blanc2018 Hautes Côtes de Beaune blanc, Domaine Chevrot et Fils, Burgund
Mit Chardonnay aus dem Burgund macht man selten etwas verkehrt. Die Hautes Côtes de Beaune gehört zu den kühleren Apellationen im Burgund, was dem Wein eine mineralische Lebhaftigkeit und eine kräftige Struktur verleiht, die ihm ausgezeichnet steht. Dass Pablo Chevrots Chardonnay nach Burgundermaßstäben preislich im Rahmen bleibt, macht ihn (noch) zum Geheimtipp.

12,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.
0,75 Liter kosten 22,90 €
30,53 € pro Liter
6 Flaschen 130,00 € (statt 137,40 €)
28,89 € pro Liter

6 Flaschen 2018 Nahikun Blanco2018 Nahikun Blanco, Sierra de Toloño, Rioja
Dass Sandra Bravo ganz ausgezeichnete Arbeit leistet, spricht sich in der Weinwelt zunehmend herum. Grund dafür ist nicht zuletzt der Nahikun: In 500 m Höhe auf 80 Jahre alten Rebstöcken in fünf unterschiedlichen Parzellen gewachsen, reift der gemischte Satz 8 Monate im Holzfass. Sie ahnen schon: Ein großer Wein, dem man die Karaffe gönnen kann.

12,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 27,50 €
36,37 € pro Liter
6 Flaschen 156,00 € (statt 165,00 €)
34,67 € pro Liter

6 Flaschen 2015 Abadía de Gomariz2015 Abadía de Gomariz, Coto de Gomariz, Ribeiro
Schon mal von Sousón, Brancellao, Ferron und Mencía gehört? Das sind die autochthonen, galizischen Rotweinrebsorten, deren Geschmack und Aroma Sie im Abadía de Gomariz nachspüren können. Was Sie erwartet ist ein raffinierter, ehrlicher Rotwein mit feinem Säurespiel in bester Trinkreife.

13,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 14,20 €
18,93 € pro Liter
6 Flaschen 80,00 € (statt 85,20 €)
17,78 € pro Liter

6 Flaschen 2019 l'Ancien2019 l’Ancien, Domaine des Terres Dorées, Beaujolais
L’Ancien, das Alte, kann man bei diesem Beaujolais auf dreierlei beziehen. Die Reben sind gut 70 Jahre alt, die Barriques mindestens 5 Jahre alt, die Stilistik so alt wie der Beaujolais selbst: viel authentische Frucht. Jean-Paul Brun vinifiziert den Gamay nach burgundischer Tradition mit wenig Schwefel. Bei so viel Eleganz und Trinkfreude fragt man sich schon, warum Beaujolais eigentlich mal aus der Mode geraten ist.

13% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 12,20 €
16,27 € pro Liter
6 Flaschen 69,00 € (statt 73,20 €)
15,33 € pro Liter

6 Flaschen Grololo Vin de FranceGrololo Vin de France,Pithon-Paillé
Grolleau heißt die französische Rebsorte. Lolo ist im Französischen die Brust. Beides zusammen ergibt… siehe Etikett. Die Rebsorte Grolleau hat man reinsortig nicht allzu häufig im Glas. Durch seinen frühen Austrieb hat der eher rückläufige Grolleau in kühlen Lagen eine sehr lange Reifephase. Das merkt man dem Grololo an. Sein tiefgründiges Aromenspiel zwischen roter Frucht in der Nase und würziger Nelke am Gaumen macht einfach Spaß.

12% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 14,40 €
19,20 € pro Liter
6 Flaschen 82,00 € (statt 86,40 €)
18,22 € pro Liter

Wein der Woche mit Samúel Jon Samúelsson

Verdelho Madeirense Branco, Barbeito, 2018
Wer Madeiraweine kennt, würde kaum eine solche Frische und Leichtigkeit eines Weines dieser Atlantikinsel erwarten. Dieser knackige, staubtrockene Weiße ist mit seiner lebendigen Säure und glasklaren Aromatik ein Traum von Begleiter zu Meeresfrüchen und Seefischen. Unbedingt probieren!

Skúli Sverrisson (bass) and Óskar Guðjónsson (saxophone) – Fragments (2012)
Fragments is from a favorite album of mine by Skúli Sverrisson (bass) and Óskar Guðjónsson (saxophone) called The Box Tree
two of my favorite musicians which again happen to be good friends.
Check out their solo work and other collaborations.

Wein der Woche mit Samúel Jon Samúelsson (1)

Riesling 2018 / Weingut Klaus Zimmerling
Würde Klaus Zimmerling seine Weine nicht in Sachsen keltern, wäre er sicher ein international berühmter Winzer. Weil Dresden nicht im Zentrum des Weinuniversums liegt, sind die hervorragenden Zimmerling Weine abgesehen von seiner regionalen Fangemeinde eher eingefleischten Weinfans geläufig.
Für uns zählen sie jedenfalls zu den faszinierendsten Weißweinen Deutschlands. Sie wachsen auf der Rysselkuppe, einem historischen Weinberg mit feinstem Granitverwitterungsboden und zeichnen sich durch eine einzigartige Mineralität aus.

Tómas R. Einarsson & Eyþór Gunnarsson – Hlíð (2017)
Hlíð means hill and is by a longtime collaborator of mine and great friend Tómas R. Einarsson wich plays the contrabass. I have traveled with him to Havana several times to record his music. This song is played by him and another friend and great musician from Iceland keyboardist Eyþór Gunnarsson.

Jochen Beurer bei Live im Wein-Kreis

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25. Mai
Weingut Beurer – Riesling Kieselsandstein 2018
Ein Live-Tasting mit Jochen Beurer war längst überfällig. Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Jochen die Württemberger Weinszene wie wir sie heute kennen, entscheidend beeinflusst hat. Seine erfrischenden Ideen, der ganzheitliche Einsatz für naturnahes Arbeiten und natürlich seine einzigartigen Rieslinge haben diesen sympathischen Winzer zu einer Größe des schwäbischen Weinbaus gemacht, an der man nicht vorbeikommt.

Wein der Woche mit Samùel Jon Samùelsson

Samúel Jon Samúelsson kuratiert kommenden Monat unsere Weine der Woche. Samúel lebt in Reykjavik und leitet mit seiner gleichnamigen Afro-Funk Big Band, einen gern gesehenen Gast auf vielen Jazz-Festivals auf dem Kontinent. Kennen gelernt haben wir Samúel bei einem Konzert im Stuttgarter Bix. Noch besser kennen gelernt haben wir ihn und seine dutzendköpfige Big Band bei der spontanen Aftershowparty in unserer Weinbar am Schillerplatz zu einer Zeit ohne Abstandsregelungen. Sie können sich gefasst machen auf eine spannende Playlist, die im besten Sinne kosmopolitisch ist. Sehr empfehlenswert: Sein Doppelalbum 4 Hliðar aus dem Jahr 2013.

Hier ist seine Playlist.

Wein der Woche mit Björn Springorum (4)

bla-bla-blanc, Schwäbischer Landwein 2018, Kreis
Das heiße Jahr 2018 war eine besondere Herausforderung besonders für die Weißweinerzeugung. Mit unserem eigenen Wein sind wir wie gewohnt puristisch geblieben. Es wurde keine Säure zugesetzt oder sonst irgendwie getrickst. Herausgekommen ist ein mineralischer Sauvignon von kräftiger Struktur. Die Aromatik ist noch etwas zurückhaltender als gewohnt, dafür wartet er mit einer seidigen Struktur und milder Säure auf.

Black Keys – Fever (2014)
bla-bla-blanc von meinem guten Freund Bernd ist einer dieser Weine, die in einer Runde am besten schmecken. Unkompliziert und geschwätzig wie der beste Freund nach drei Gläsern, aber zu keiner Zeit simpel oder unterfordernd. Er ist wunderbar mineralisch, aber trotzdem so süffig und geradlinig wie dieser Black-Keys-Song hier, „Fever“. Ein euphorisierender Blues-Rock-Stampfer aus Nashville, dazu passt natürlich ein Wein für das erste große Zusammentreffen nach dieser seltsamen Zeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Am besten immer gleich eine weitere Flasche davon kaltstellen. Habe ich noch nie bereut.

Gert Aldinger bei Live im Wein-Kreis

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18. Mai
Bernd Kreis – rou rou rouge 2018 + 2019
Endlich 2 Flaschen im “Live im Wein-Kreis”. Wir hatten es bereits angekündigt: Mit dem Jahrgang 2019 vollziehen wir mit unserem eigenen Rotwein einen Stilwechsel. Es wird nach sieben ungeschwefelten Jahrgängen wieder leicht geschwefelt. Das ist eine hervorragende Gelegenheit, ein Thema zu vertiefen, das so oft angesprochen wird: der Unterschied zwischen geschwefelt und ungeschwefelt. Mit von der Partie ist Gert Aldinger persönlich, dessen Söhne mittlerweile unsere Weine vinifizieren und ausbauen.

Wein der Woche mit Björn Springorum (3)

Der Wein
Saint-Joseph blanc 2018, Domaine Bernard Gripa
Fabrice Gripa ist ein Virtuose der Mineralität. Dies kommt besonders bei seinen hervorragenden Weißweinen zum Vorschein, die zweifellos zu den Glanzlichtern der nördlichen Rhône zählen. Dieses Meisterwerk aus Roussanne und Marsanne besticht durch Mineralität und einer einzigartigen Mischung aus Ruhe und Lebendigkeit im Geschmack.

Die Musik
Lana del Rey – Honeymoon (2015)
Man kennt ja diese Tage: Die Luft flirrt, die Sonne schmilzt den Asphalt, schon der Griff zum Weinglas wird fast zu viel. Fast, versteht sich. Lana del Reys Song „Honeymoon“ ist die perfekte musikalische Entsprechung, ein schwüles Manifest für endlos heiße Tage. Schleppend, verträumt, mit genau dem richtigen Pegel für einen Nachmittag. Die reife Fülle von Bernard Gripas Saint-Joseph blanc könnte nicht besser zu der Schwüle eines heißen Sommertags passen – würzige Honignoten und träge summende Bienen inklusive. Da wird auch Lana schwach.

Ivan Massonnat bei Live im Wein-Kreis

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11. Mai
Domaine Belargus – Anjou noir Chenin blanc 2019

So viel Aufsehen wie die Domaine Belargus hat schon lange kein Weingut aus dem Anjou mehr erregt. Voll und ganz dem Chenin blanc aus allerbesten Lagen verschrieben, hat Belargus ausschließlich Weltklasse-Weißweine im Programm. Wir probieren den fulminanten Einstiegswein „Anjou Noir“ mit dem überaus sympathischen Weingutsbesitzer Ivan Massonnat.

Wein der Woche mit Björn Springorum (2)

Der Wein
Syrah Collines Rhodaniennes IGP 2019, Domaine Jamet
Jean-Paul Jamet ist längst eine Legende und es ist eine Freude zu sehen, dass sein Sohn Loïc ganz und gar nicht im Schlagschatten des berühmten Vaters steht. Dies ist der „einfache“ Landwein der Jamets. Eine reine Syrah aus Lagen oberhalb der Côte-Rôtie. Sie ist von atemberaubender Qualität und  zeigt große Eleganz sowie finessenreichen Geschmack. Ein phantastisches Preis/Qualitäts-Verhältnis.

Die Musik
Pink Floyd – Set The Controls For The Heart Of The Sun (1968)

Wenn ich Pink Floyds unfassbares zweites Album „A Saucerful Of Secrets“ höre, fühle ich mich immer, als wäre ich tief unter der Erde. Ahnungsvoll, düster, beschwörend, von hypnotischer Kraft, fast schon rituell… da muss es natürlich auch im Glas hoch hergehen. Bei diesem tollen Syrah von der Domaine Jamet tut es das – ein ungemein kraftvoller, erdiger, tiefer Wein, ebenso geheimnisvoll und kosmisch wie „Set The Controls For The Heart Of The Sun“. Außerdem altern die Weine von der Domaine Jamet ähnlich gut wie dieses Album.

Pablo Chevrot bei Live im Wein-Kreis

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4. Mai
Domaine Chevrot et Fils – Bourgogne Hautes Côtes de Beaune blanc 2018

Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen ist das Entdecken großer Talente abseits der bekannten Lagen. So sind wir vor Jahren auf das Weingut der Brüder Chevrot gestoßen. Heute können wir mehr denn je sagen, dass sich die Investition in die beiden jungen Winzer gelohnt hat, denn Sie bieten durchweg erstklassige Burgunder zu moderaten Preisen an. Dieses Mal geht es mit Pablo Chevrot um einen prächtigen Chardonnay aus der Appellation Hautes Côtes de Beaune. 

Niki Moser bei Live im Wein-Kreis

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27. April
Weingut Sepp Moser – Grüner Veltliner Terrassen 2019
Was das Besondere am Kremstal und an den Weinen vom Weingut Sepp Moser ist, hat uns Niki Moser erklärt, der ganz nebenbei bemerkt, uns nicht nur wegen seiner Weine nahe steht.
Und was gibt’s zum Essen? Ganz klar: Eine schöne Jause, oder ein Wiener Schnitzel, Tafelspitz oder mal wieder Spargel.
11,- € 

Wein der Woche mit Björn Springorum (1)

Die Musik
Neill Young – Old Man (Harvest, 1972)
Ich liebe Neil Young. Den jungen Hippie aus den späten Sechzigern genau wie den alten Grantler, der nur US-amerikanischer Staatsbürger geworden ist, um gegen Trump zu stimmen. Eine Ikone, ein Dickkopf, ein Rebell, der mehr Songs geschrieben hat als er zählen kann. Ein besonders schöner ist „Old Man“. Fast schon spartanisch und ein bisschen kühl, aber immer noch innig empfunden.

Der Wein
Pithon-Paillé, Les Loges, St. Nicolas de Bourgueil / 2018
Dazu darf es kein allzu fetter Wein sein, eher schon ein eleganter, tendenziell finessenreicher Tropfen, der seine Trinker auch ein bisschen herausfordert. Les Loges von St. Nicolas de Bourgueil ist so ein Wein für mich. Ein spannender Dissident, vor dem auch Neil Young seinen krumpeligen Hut ziehen würde.

Shirts von Michel Tolmer

Wir haben uns für unseren Solidaritätsfonds für französische Winzer mit dem Künstler Michel Tolmer zusammengetan: Er hat eine Zeichnung zur Verfügung gestellt, die wir auf T-Shirts und Sweatshirts gedruckt haben. Tolmer ist in der Weinszene bekannt durch seine Zeichnungen, Comics, Etiketten und Plakate. Dass er unsere Soli-Aktion unterstützt, dafür danken wir herzlich!

Die Shirts sind aus Fairtrade Bio-Baumwolle. Die Sweatshirts sind zu 70 Prozent aus Bio-Baumwolle und zu 30 Prozent aus Recyclingmaterial. Bei beiden Produkten handelt es sich um erstklassige Qualität. Wir verkaufen die Shirts in limitierter Auflage zu 30 € (Größen S-XL) und die Sweatshirts zu 40 € (Größen XS – XL). Auch die Erlöse aus diesem Verkauf gehen komplett in den Fonds. Wer ansonsten etwas zum Fonds beisteuern möchte: In der Böheimstraße gibt es eine Sammelaktion.

Delphine Rousseau und Julien Zernott bei Live im Wein-Kreis

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Pas de l‘Escalette – Les Clapas Rouge 2019
Wenn man auf der Autobahn das Zentralmassiv hinter sich lässt und ins Languedoc abwärts fährt, erlebt man ein absolutes Naturschauspiel. Diese atemberaubend schöne Gegend ist der Pas de L’Escalette. Was es damit auf sich hat und warum die Weine eine verblüffende Mischung aus mediterranem Charakter und kühler Eleganz haben, klären wir mit Delphine Rousseau und Julien Zernott. Dazu passen natürlich die Klassiker der mediterranen Küche oder einfach ein geschmortes Lamm. Aber auch eine schöne Charcuterieplatte. Würzige Käse, vor allem aus Ziegenmilch harmonieren auch sehr gut und mediterrane Salate.
17,- €

Joana Santiago bei Live im Wein-Kreis

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13. April
Quinta de Santiago – Alvarinho Vinho Verde 2018
Joana Santiago hat als Quereinsteigerin mit ihrer unbekümmerten Art den oft arg angestaubten Vinho Verde mal kurz ordentlich durchgeschüttelt und auf den Kopf gestellt.
Herausgekommen sind exzellente Weißweine mit Mineralität und Persönlichkeit. Selbstverständlich ist Joana auch mit dabei wenn wir ihren Alvarinho verkosten. Dazu passt natürlich Meeresfisch sehr gut. Meeresfrüchte auch und wer mag, kann einen leckeren Bacalhau ausprobieren. Rezepte gibt es ohne Ende. Wichtig für das Gelingen ist die erstklassige Qualität des Bacalhaus. Finger weg von den billigen Dingern. Die schmecken alt, tranig und überhaupt nicht wie er sollte. Nämlich nach absolut frischem Fisch. Vegetarier können sich am Spargel laben. Unser Tipp: Unbedingt mal mit grüner Sauce probieren!
12,- €

Wein der Woche mit Vincent Klink (4)

Der Wein
Bourgogne Côtes d’Auxerre Pinot Noir Cuvée Corps de Garde 2018, Domaine Jean-Hugues et Guilhem Goisot
Dieser charaktervolle Pinot Noir kommt aus dem nördlichen Burgund, das vor allem für seine Weißweine bekannt ist. Das Klima ist hier etwas kühler als an der Côte d’Or mit ihre berühmten Rotweinlagen und die Kalkformationen beider Bereiche unterscheiden sich etwas. Der Pinot Noir Corps de Garde besticht mit seinem kräftigen und straff strukturierten Bau sowie mit verführerischem Duft von vollreifen Brombeeren.
Ein besseres Preis-Qualitäts-Verhältnis ist im Burgund wohl kaum zu finden.

Die Musik
Charles Lloyd Quartett, “Here, There and Everywhere”
ein ziemlich unbekannter Beatle-Song mit Keith Jarrett am Flügel, bemerkenswert sein logisch aufgebautes Solo.

Geheimnis der Biodynamie

Geheimnis der Biodynamie

Womöglich ist Ihnen schon aufgefallen, dass viele unserer Weine „biodynamisch“ sind. Rund um diese Anbauform ranken sich zahlreiche Mythen und Gerüchte, dabei zählt die Biodynamie zu den spannendsten Entwicklungen der Weinwelt.

Winzer, die biodynamisch arbeiten, rücken den Boden komplett in das Zentrum ihres Schaffens. Deswegen verzichten sie auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz, synthetischen Dünger und stärken ihre Reben lieber auf natürliche Art.

So arbeiten die Winzer mit spezifischen Präparaten, die sie in homöopathischen Dosen auf die Reben und den Kompost ausbringen. Diese Zubereitungen basieren etwa auf Kuhmist oder Kieselmineralien und sollen den Boden stärken und das Wachstum unterstützen. Hinzu kommen Tees und naturkundliche Kräuter wie Baldrian und Schachtelhalm-Tee gegen Pilzkrankheiten. Viele Winzer, die den biodynamischen Grundsätzen folgen, richten ihre Arbeit zudem nach den Mondphasen aus. Sie sind davon überzeugt, dass die Rebe und ihre Rhythmen auch vom Mond und seiner Kraft beeinflusst werden.

Das klingt alles sehr esoterisch für Sie? Dann schauen Sie sich in der Liga der Spitzenwinzer um. Viele Top-Betriebe setzen seit Jahren auf diese Anbauform. Sie sind davon überzeugt, dass die Weine durch die Biodynamie lebendiger, komplexer und besser werden.

Es gibt übrigens verschiedene Zertifizierungen für den biodynamischen Anbau. Die bekanntesten in der Weinbranche sind der Anbauverband Demeter, respekt-BIODYN oder BIODYVIN.

Probepaket BioDynamie April 2021

Probepaket Biodynamie

Wir haben Ihnen eine Auswahl an großartigen Weinen zusammengestellt, die allesamt biodynamisch entstanden sind. Dass dabei überproportional viel Riesling vertreten ist, liegt nicht allein an unserer Faszination für diese Rebsorte. Widerstandsfähigkeit, lange Reifedauer und sehr ausgeprägte Terroir-Affinität prädestinieren ihn für den Anbau abseits des Mainstreams.

6 Flaschen 2019 Amphibolite Muscadet de Sèvre et MaineDomaine Landron – 2019 Amphibolite Muscadet de Sèvre et Maine
Wir lieben Muscadet, insbesondere im Frühling! Muscadet stammt von der Loiremündung und ist wunderbar leichtfüßig. Die Domaines Landron bringt die Faszination dieser Appellation perfekt ins Glas: Ihr Amphibolite Muscadet ist vom frischen Duft von Zitrusfrüchten geprägt, mit wunderbarer Salzigkeit im Geschmack.

12% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 12,70 €
16,93 € pro Liter
6 Flaschen 72,00 € (statt 76,20 €)
16,00 € pro Liter

6 Flaschen 2018 Vom roten Schiefer Riesling QualitätsweinClemens Busch- 2018 Vom roten Schiefer Riesling Qualitätswein
Clemens Busch arbeitet selbst in den Steillagen der Mosel biodynamisch. Das bedeutet noch mehr Arbeit, als die Moselwinzer ohnehin schon haben. Seine Weine sind sehr komplex und vielschichtig. Auch der Riesling vom Roten Schiefer spiegelt perfekt das Terroir, auf dem er gewachsen. Die Reben wachsen zum größten Teil in der Parzelle „Rothenpfad“, einer südöstlich ausgerichteten Steilstlage. Der Wein vereint das Aroma reifer Mirabellen mit einer feinen, fast pikanten Würzigkeit.

11% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 15,80 €
21,07 € pro Liter
6 Flaschen 90,00 € (statt 94,80 €)
20,00 € pro Liter

6 Flaschen 2018 Schilfsandstein Riesling Schwäbischer Landwein trockenWeingut Beurer – 2018 Schilfsandstein Riesling Schwäbischer Landwein trocken
Die Weine von Jochen Beurer sind unverkennbar und einzigartig. Der Winzer war einer der Ersten, der im Remstal auf die Biodynamie setzte. Er vergärt seine Weine spontan und gibt ihnen Zeit. Dadurch haben sie einen ganz eigenen Charakter, wie der Riesling vom Schilfsandstein zeigt: ein sehr kräftiger Wein mit intensiver Mineralik und prägnanter Säure.

11,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 12,50 €
16,67 € pro Liter
6 Flaschen 71,00 € (statt 75,00 €)
15,78 € pro Liter

6 Flaschen 2020 Riesling Qualitätswein trockenWeingut A. Christmann – 2020 Pfalz Riesling Qualitätswein trocken
Steffen und Sophie Christmann ist mit ihrem Einstiegsriesling etwas Großes gelungen: Ihr Gutswein ist von solch hoher Qualität und gleichzeitig so bodenständig, dass er ein wahrer Allrounder ist. Ein typischer Pfalzriesling mit lebendiger Säure, mineralischer Charakteristik und zitrischer Frucht. Man kann ihn quasi jeden Tag trinken und es würde nie langweilig werden. Macht einfach gute Laune.

11,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 11,90 €
15,87 € pro Liter
6 Flaschen 67,00 € (statt 71,40 €)
14,89 € pro Liter

6 Flaschen 2019 Anjou DemonLes Terres Blanches – 2019 Anjou Démon
Céline und Benoît Blet lesen ihre Trauben grundsätzlich bei Vollreife. Sie sind davon überzeugt, dass das für die perfekte Balance von Frucht und Tannine sorgt. Ihr Anjou Demon ist ein Cabernet Franc mit südlichem Touch: ein Wein voller Ausdruck mit beachtlicher Struktur und samtigen Tanninen. Diesem Wein sollten Sie ein paar Minuten Luft geben, dann entfaltet er sich noch besser!

14% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 15,60 €
20,80 € pro Liter
6 Flaschen 88,00 € (statt 93,60 €)
19,56 € pro Liter

6 Flaschen 2016 Cuvée Les OrmeauxClos Puy Arnaud – 2016 Cuvée les Ormeaux Castillon Côtes de Bordeaux
Selbst im Bordeaux mit seinem maritimen Klima ist der biodynamische Anbau möglich. Das beweisen Thierry Valette und Anne Caldéroni, die das Château führen. Ihre Weine sind stets kraftvoll, rund und samtig. Insbesondere ihre Cuvée „Les Ormeaux“ ist eine absolute Empfehlung: Ein Bordeaux, der vollends im Gleichgewicht ist in seiner Mineralik, Frucht und Spannung. Ein Wein, der pure Eleganz ausstrahlt. Insbesondere der 2016er ist ein absoluter Top-Jahrgang!

13,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß enthalten.
0,75 Liter kosten 26,30 €
35,07 € pro Liter
6 Flaschen 149,00 € (statt 157,80 €)
33,11 € pro Liter

Wein der Woche mit Vincent Klink (3)

Der Wein
Costers del Segre Taleia 2018, Castell d’Encus.
Die Weine von Castell d’Encus können wir gar nicht genug loben. Sie zeigen eine einzigartige Kombination aus Präzision, Finesse und Mineralität. Würde dieser elegante Sauvignon blanc in einer Blindprobe landen, käme wohl niemand darauf, dass es sich um einen spanischen, pardon – katalanischen, Wein handelt. Die ist vor allem der hohen Lage der Encus-Weinberge am Fuße der Pyrenäen geschuldet.

Die Musik
Julien Martineau – Czardas (Vittorio Monti)
Ursprünglich liebte ich Posanen und fetzende Trompeten. Nun verneige ich mich gerne vor leiseren Tönen und liebe alles Holz auf dem Saiten aufgezogen werden. “Czardas” Komponist Vittorio Monti, ist ein Beweis für melodische Phantasie, welche den Italienern innewohnt. Der berühmte Mandolinist Julien Martineau, in Argenteuil bei Paris geboren gilt als Zauberer auf seinem Instrument. Das merkt man bereits nach einigen Takten.

Hilfsfonds für französische Winzer

Wir sind zutiefst betroffen von den Nachrichten, die uns aus Frankreich erreicht haben. Viele Winzer haben nahezu ihre komplette Ernte verloren. Denn vor zwei Wochen fielen über Nächte hinweg die Temperaturen weit unter null Grad. Die zarten jungen Rebtriebe wurden zerstört.

Deshalb haben wir uns in den vergangenen Tagen überlegt, wie wir unseren Teil beitragen können. Wir haben einen Fonds eingerichtet, mit dem wir Projekte unterstützen können, die aufgrund der Umstände auf Eis liegen. Sie haben nun drei sehr angenehme Möglichkeiten unseren französischen Winzern zu helfen:

  1. Mit unserem Frostschutzpaket “Anti-Gel” / AUSVERKAUFT! Danke.
    Bei unserem Probepaket zum Solidaritätspreis gehen alle Erlöse in den Spendenfonds für die Winzer.
  2. Mit den Shirts von Michel Tolmer
    Die Shirts haben wir mit einem Motiv bedrucken lassen, das uns der französische Künstler Michel Tolmer zur Verfügung gestellt. Auch diese Erlöse wandern in den Fonds.
  3. Mit einer Spende in bar in unserer Filiale in der Böheimstraße  

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Wein der Woche mit Vincent Klink (2)

Der Wein
Chablis 2018, Domaine Grossot

Jean-Pierre Grossots Weine bestechen schon immer durch solide Struktur und Mineralität. Seit seine Tochter Eve mit im Betrieb ist und in diesem Zuge auch auf ökologischen Anbau umgestellt wurde, haben die Weine noch an Finesse und Definition zugelegt und den Anpruch Grossots auf einen Platz in der Spitzengruppe der Chablis-Winzer weiter untermauert.

Die Musik
Ramblin Bird – Bottled Up Dancer (2021)
Christoph Neuhaus, ein junger Stuttgarter Supergitarrist, hat mit seiner Truppe, welche zwei Sängerinnen befeuern, mit “Ramblin Bird” in diesem Jahr ein neues Album aufgelegt. Der Titel “Bottled up Dancer” dürfte gut zu dem Chablis passen. 

Wein der Woche mit Vincent Klink

Der Wein
Anjou Noir Chenin blanc 2019, Domaine Belargus
Der finessenreiche Wein ist gleichzeitig etwas würzig und zeigt eine zarte Fruchtnote, die an reife Quitten erinnert. Er ist der Einstieg in das Sortiment der großen Belargus Chenins und stammt aus diversen Top-Weinbergslagen des schwarzen Anjou, also aus der Zone rund um die Stadt Angers, die im Gegensatz zu den kalkigen Terroirs bei Saumur Böden aus Schiefer und Vulkangestein besitzt.

Die Musik
Pat Metheny, “And I love her” – Ein Song von den Beatles, der mir aber von Pat M. interpretiert richtig an’s Herz geht.

Tiere im Weinberg

Tiere im Weinberg

Viele unserer Winzer halten unterschiedliche Tiere für die Bewirtschaftung ihrer Weinberge und das geschieht nicht aus einem umständlichen Nostalgiegefühl heraus, sondern weil dadurch die Weine besser und spannender werden.

Besonders nahe liegt der Einsatz von Pferden im Weinberg: Pablo Chevrot von der Côte de Beaune im Burgund beispielsweise bearbeitet seinen Boden mit dem Pferdepflug. So wird die Verdichtung des Bodens durch schwere Maschinen vermieden, wovon die Wurzeln der Reben und das gesamte Bodenleben enorm profitieren. Neben dem Pflug dürfen die Pferde oft genug auch Spritzgeräte für den Pflanzenschutz die Steilhänge hochziehen. Nicht umsonst feiern in den letzten 20 Jahren vor allem bei französischen Spitzenproduzenten die Pferde ein eindrucksvolles Comeback im Weinberg. Es zahlt sich einfach in Qualität aus.

Gern gesehener Helfer zwischen den Rebstöcken ist auch das Schaf. Allerdings vorrangig im Winter zum Kurzhalten des Bewuchses. Im Frühjahr ist dann Vorsicht geboten, denn junge Rebtriebe gelten in Schafskreisen gemeinhin als Delikatesse.

Kaum eine Maschine begrenzt den Bewuchs im Weinberg indes effizienter als die Kuh. Die Sache vom Ende her gedacht, wird dabei auch noch ganz nebenbei der Boden wohldosiert und natürlich gedüngt. Catherine Maisonneuve aus Cahors schwört auf die Kräfte der Biodiversität, die Kuh und Co.
in den Weinberg tragen: Von den Hormonen der Tiere begünstigt, entstünde so eine Pilzflora, die Blumen blühen lässt und den Trauben einen natürlichen Schutz verleiht. Spürbar wird dieser Effekt durch weniger Tannin in den Trauben, das als Abwehrreaktion gebildet wird.

Das biodynamische Prinzip, wonach das Vegetale das Animalische braucht, setzt Südtirols Aushängeschild Alois Lageder besonders konsequent um: Im Römigberg haben die Tiere vom angrenzenden Bauernhof einfach komplett freien Zugang zum Weinberg. Dass einer der innovativsten Winzer Südtirols auf das Potential der Tiere im Weinberg setzt, unterstreicht die Tatsache, dass es hier um mehr geht, als reine Bauernhofidylle à la Bullerbü. In unserem Fall vornehmlich um hochqualitative Weine, die sich – im Einklang mit der Natur produziert – bewusst genießen lassen. Und wer seine Tiere in den Weinberg lässt, verzichtet selbstverständlich auch auf schädliche Pestizide.

Probepaket Tiere im Weinberg Mai 2021

Probepaket
Tiere im Weinberg

Unser Probepaket spiegelt die Diversität im Weinberg wider. In Bezug auf Preis, Herkunft und Farbe erwartet Sie eine herrlich bunte Mischung. Aber eins haben alle Weine gemeinsam: Tiere haben mitgearbeitet.

86,00 € (statt 96,60 €)
19,11 € pro Liter (statt 21,47 €)

6 Flaschen Vin de PétanqueMas de Libian, 2020 Vin de Pétanque, Rhône
Den Einstiegswein von Hélène Thibon kann man getrost als Fruchtbombe mit sehr kurzer Zündschnur bezeichnen. Trotz ihres sehr jungen Alters sorgt diese seidige Cuvée aus Grenache und Syrah sofort nach dem Öffnen für verspielte Trinkfreude. Wenn es nach Hélène geht, am liebsten während einer Runde Pétanque – also im weitesten Sinne Boule.

14% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 8,90 €
11,87 € pro Liter
6 Flaschen 50,00 € (statt 53,40 €)
11,11 € pro Liter

Domaine Cosse Maisonneuve, 2016 La Fage, Cahors
Ganz typisch für Cahors ist die Rebsorte Malbec. Weniger typisch sind die samtigen Tannine beim La Fage, der alles andere als schroff und widerborstig wirkt. Stattdessen erwarten einen gewürzte Noten dunkler Beeren. Insgesamt ein komplexer und dichter Wein, der auch kräftige Speisen souverän begleitet. Falls Sie also noch Trüffel in der Gefriertruhe haben sollten…

13,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 18,40 €
24,53 € pro Liter
6 Flaschen 104,00 € (statt 110,40 €)
23,11 € pro Liter

6 Flaschen Rose de VigneDomaine Chevrot et Fils, Rose de Vigne, Crémant de Bourgogne
Falls es in Flaschen gefüllten Frühling geben sollte, dann kommt man dem mit Pablo Chevrots Crémant schon sehr nahe. Lebhafter Rosenduft und intensive Himbeeraromen bauen im Kontrast mit dezenten Pfeffernoten eine Spannung auf, die sich am Gaumen durch Minerlität und Frucht prickelnd fortsetzt. Von der Dramaturgie fast wie ein erfrischendes Gewitter nach dem ersten heißen Frühlingstag im Mai.

12,5% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.
0,75 Liter kosten 23,90 €
31,87 € pro Liter
6 Flaschen 136,00 € (statt 143,40 €)
30,22 € pro Liter

6 Flaschen 2019 Jacobus Riesling trockenWeingut Peter-Jakob Kühn, 2019 Jacobus Riesling trocken, Rheingau
Jacobus Kühn war 1704 der Gründer des heutigen VdP-Weinguts in Oestrich. Also kein ganz zufälliger Name für den Einstieg in die Welt der Rheingaurieslinge aus dem Hause Kühn. Der Jacobus ist zwar “nur” ein VdP.Gutswein aber was für einer: Handlese, schonende Ganztraubenpressung, Spontangärung auf der Hefe und teilweiser Ausbau im Holzfass geben dem Riesling eine bemerkenswerte Tiefe, die Frucht und Würzigkeit vereint.

12% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 12,50 €
16,67 € pro Liter
6 Flaschen 71,00 € (statt 75,00 €)
15,78 € pro Liter

6 Flaschen 2018 Porer Pinot GrigioTenutae Lageder, 2018 Porer Pinot Grigio, Südtirol
Der Porer ist beispielhaft und stilprägend für innovative Vinifikation unter dem zunehmenden Einfluss des Klimawandels: Damit der Wein perfekte Frische und Säure garantiert, werden die Trauben als drei unabhängige Komponenten ausgebaut, die jeweils unterschiedlich lange Kontakt mit der Schale und den Stängeln hatten. Erst bei der Abfüllung wird dann über die perfekte Zusammensetzung des “Blends” entschieden.

12% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 18,30 €
24,40 € pro Liter
6 Flaschen 104,00 € (statt 109,80 €)
23,11 € pro Liter

6 Flaschen 2017 Colheita TintoAntonio Madeira, 2017 Colheita Tinto, Dão
Der Tinto Colheita ist der ideale Einstieg in das Sortiment der faszinierenden António Madeira-Weine. Bereits hier ist die Handschrift des extrem begabten Winzers deutlich zu schmecken. Der Wein besitzt eine präzise, saftige Aromatik großer Klasse. Im Geschmack sind Eleganz und Mineralität tonangebend. Der Wein ist dicht, straff und besitzt samtige Tannine.

14% vol
Allergenhinweis: Enthält Sulfite.
0,75 Liter kosten 14,60 €
19,47 € pro Liter
6 Flaschen 83,00 € (statt 87,60 €)
18,44 € pro Liter

Randolf und Anne Kauer bei Live im Wein-Kreis

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30. März
Oberweseler Oelsberg Riesling Spätlese trocken 2019, Weingut Dr. Randolf Kauer
Der Mittelrhein besitzt zwar großartige Rieslingterroirs, fliegt aber trotzdem irgendwie immer unter dem Radar der meisten Weinfreunde. Der Oberweseler Oelsberg von Randolf Kauer hat es uns besonders angetan. Mehr über diesen großartigen Riesling erfuhren wir von den Kauers am 30. März. Weil die Forelle am liebsten im Riesling schwimmt, empfehlen wir genau diesen Fisch dazu. Geräuchert oder gebraten geht beides perfekt. Lachs ist auch ideal. Als vegetarische Variante ist ein Salat mit Ziegenkäse erste Wahl oder das Carnaroli Risotto, vegetarisch abgewandelt, von Sebastian Werning auf unserer „Solidarität schmeckt“ Seite. Zum Rezept >>

François Villard bei Live im Wein-Kreis

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16. März
François Villard L’Appel des Sereines rouge Vin de France 2017
Dass François Villard ein Meister des Viogniers ist, dürfte allgemein bekannt sein. Dass er aber auch hervorragende Syrahs keltert, muss sich noch ein bisschen herumsprechen. Deswegen probieren wir mit dem quirligen Winzer aus dem Rhônetal seine Einsteiger-Syrah, die bereits von bestechender Qualität ist. Dazu passen wunderbar die schnellen Rindsrouladen, die Vincent Klink als Rezept für uns auf „Solidarität schmeckt“ hat (zum Rezept >>) oder gebratener Räuchertofu mit Pilzen.

Wein der Woche mit A Girl Called Eddy

Arbois Chardonnay Patchwork 2018, Domaine Mireille et André Tissot 23,70 €
The Jura – where this one is from – is where my husband was from. Besançon to be exact! So in honor of us I will chose ‘our song’ from the summer of ‘94- ‘Fade into You’ by Mazzy Star.

Grüner Spargel gegrillt – Ziegenfrischkäse – Brunnenkresse – Pistazien

von Thomas Brenner, Weinstube Klink

Zutaten: 

  • 500 g grüner Spargel  die holzigen Enden abgetrennt und untere Hälfte geschält
  • 200g Ziegenfrischkäse oder Ricotta
  • 60 g Pistazien geröstet und gehackt
  • Ein paar Zweige Brunnenkresse
  • Olivenöl
  • Sumach oder Zitronensaft oder beides
  • Fleur de Sel

Den Spargel in einer Grillpfanne oder auf dem Grill in 5 – 6 Minuten bissfest garen, salzen und pfeffern und mit  dem zerbröseltem Ziegenfrischkäse anrichten.
Mit Olivenöl, gerösteten Pistazien, Brunnenkresse, Sumach und Fleur de Sei garnieren.

Weinstube Klink
Epplestr. 1C
70597 Stuttgart
Telefon: 0711/69348602

Asperges en papillote

von Patrick Giboin, Restaurant Fässle

Tipps für den Einkauf

Man sollte Spargel von kleinen Spargelhöfen bevorzugen. Die Stangen sollten ungeschält sein. Frischer Spargel quietscht, wenn man die Stangen aneinander reibt, ist prall und glänzend. Der Anschnitt darf nicht trocken sein.

Tipps für die Zubereitung

Besonders lecker wird der Spargel mit der Zubereitung en papillote, also in eingeöltem (Pergament-) Papier. So wird das ganze Spargelaroma erhalten. Die geschälten Spargelstangen also auf das geölte Papier legen, etwas Olivenöl oder Butter darüber träufeln, mit frischen Kräutern wie Thymian und Rosmarin und etwas Meersalz würzen. Man kann auf den Spargel z.B. auch noch ein Stück frischen Lachs oder Seeteufel legen. Dann papillote schließen und bei 200 ° im Backofen garen oder mit einer papillote aus Aluminiumfolie auf den Grill legen.

Sobald die Spargelsaison wirklich begonnen hat, wird das Restaurant Fässle diesen entweder to go oder natürlich auf der Karte anbieten.

Restaurant Fässle
Löwenstrasse 51
70597 Stuttgart

Patrick Giboin

Gekochter Spargel mit Sauce Hollandaise

von Vincent Klink, Wielandshöhe

Rezept für 2 Personen

Zu Zeiten, als der gebildete Adel noch etwas zu melden hatte, wurde Spargel von Hand gegessen. Spargel galt als Phallussymbol, und nur Frauen, welche der Männer überdrüssig waren, griffen zum Messer, um das Symbol womöglich wütend zu zerhacken. Uns geht es heute aber mehr um die kalorienreduzierte Sauce Hollandaise. Sie enthält nur ganz wenig Butter und schmeckt trotzdem vollmundig

Zutaten:

  • 1 kg Spargel
  • etwas Salz
  • 1/2 TL Zucker

Einem großen Topf Wasser mit Salz und Zucker zum Kochen bringen und den Spargel weichkochen. Zwölf Minuten Kochzeit dürfte genügen. Ich schneide mir immer mit einer Schere ein Endstückchen ab und probiere. Denn Spargel enthält Zucker und auch Mineralien, die sich auch im Meersalz wiederfinden. Folglich muss man das Wasser probieren. Stimmt das Verhältnis der Mineraldichte und des Zuckers mit dem Wasser überein, so tritt kaum etwas aus dem Spargel aus. Umgekehrt, wäre das Wasser zu salzig, oder zuckerig, würde das Salz in den Spargel eindringen. Natur strebt immer nach Ausgleich und Harmonie.

Dieses Rezept widmet sich ganz dem feinen Geschmack des Spargels. Veränderungen mit Gewürzen und Kräutern sind natürlich erlaubt, und Abwechslung darf sein. Spargel, beispielsweise mit Parmesan überbacken schmeckt nicht nach Spargel, sondern nach Parmesan. Deshalb jetzt ganz einfach und gesund dieses Basisrezept:

Sauce Hollandaise

  • 50 g Butter
  • 2 Eigelb
  • 3 EL Weißwein
  • Einige Spritzer Worchestersauce
  • Etwas Pfeffer

Für die Sauce 50 g Butter solange erhitzen bis die weißen Milchschlieren auf dem Topfboden sich bräunen. Bei dieser Prozedur muss man unbedingt am Herd bleiben. Es bietet sich an, dass man am Herd ein zweites Töpfchen stehen hat. Bräunt die Butter, diese sofort umgießen, die Brösel auch vom Topfboden kratzen, denn der Topfboden heizt nach. Wurde die Butter schwarz, empfiehlt es sich diese wegzuwerfen, denn schwarze Butter ist sehr leberschädigend. Also aufgepasst.

Die Eigelbe mit der Flüssigkeit nur mäßig aufgeschlagen. Alles bleibt dünn und mit der Butter wurde angedickt, wie man das von der Mayonnaise kennt. Jetzt geht es weiter wie bei der berühmten Weinschaumsauce, einer Sabayone, einer Chaudeausauce, oder wie meine Frankfurter Mutter immer sagte: „Schoddosoß“. Im Wasserbad ewig lange schlagen, bis alles steif ist wie Schlagsahne. Vom Wasserbad nehmen und weiterschlagen bis sich der Metallkessel einigermaßen abgekühlt hat. Nun träufeln wir die braune Butter mit den braunen Bröseln in den Weinschaum. Wir haben nun mehr Buttergeschmack als ein halbes Päckchen zerlassene Butter, das uns schwer an die Hüften gehen würde. In früheren Zeiten wurde eine Sauce Hollandaise mit dem Zehnfachen an Butter zusammengerührt.

Richtig gut wird die Hollandaise, wenn man eine sogenannte Reduktion herstellt. Ein Achtel Wein kommt in ein Töpfchen, eine gehackte Schalotte, einen Zweig Estragon und einige zerdrückte Pfefferkörner werden darin aufgekocht. Wir benötigen letztlich 3 Esslöffel Flüssigkeit davon und geben die Eigelbe hinein. Die Sauce Hollandaise mit Pfeffer, Salz und Worchestersauce abschmecken und zum Spargel servieren. Meine Lieblingsbeilage sind dünne Pfannkuchen.

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Wildverkauf von Gisela und Volker Kreis

Der Bruder von Bernd Kreis betreibt nicht nur das Restaurant Sudetenhof im Spessart, er ist auch passionierter Jäger. Am 1. Juni von 11 bis 17 Uhr sind Gisela und Volker in unserem Laden in der Böheimstraße und verkaufen ihre Spezialitäten im Glas: selbstgemachtes Wildgulasch, Hirschrouladen, Wildschweinbolognese oder die “Ahle Worscht” vom Wildschwein oder Hirsch, eine Besonderheit der Region. Die Karte finden Sie online unter diesem Link. Vorbestellungen und Beratung bei Gisela und Volker Kreis gerne per Mail.

Wein der Woche mit A Girl Called Eddy (3)

Collioure Puig Ambeille 2019, Domaine la Tour Vieille 16,90 €
Another French wine so another French artist! Or band – Sterolab. Best album ‘Mars Audiac Quintet’

Andreas Knauß live im Wein-Kreis

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9. März 2021
Weingut Knauß Schnait Spätburgunder 2017
Andreas Knauß scheut sich nicht Weine zu keltern, die durchaus anecken können. Bei seinen Weinen kommt das Terroir in fast brutaler Art und Weise durch. Deswegen lieben wir sie. Am 9. März probierten wir mit dem sympathischen Schwaben den Schnait Spätburgunder aus dem Remstal. Dazu passt ein gebratenes Hühnchen besonders gut oder ein Coq au Vin. Das Rezept von Swen Bultmann findet Ihr auf unserer „Solidarität schmeckt“ Seite. Dort gibt es auch ein schönes Rezept für Oeufs en Meurette, das man auch vegetarisch abwandeln kann. Ansonsten einfach mal ein paar Austernpilze oder Kräutersaitlinge braten.

Céline und Benoît Blet live im Wein-Kreis

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2019 Anjou blanc Les 3 Poiriers, Les Terres Blanches 
Aus einer entlegenen Ecke des Anjou kommt dieser außergewöhnliche Chenin blanc von Céline und Benoît Blet. Was es mit dem Weingut und dem Dorf Oiron auf sich hat, erfahrt Ihr von den beiden am 2. März. Zum Essen passt: Hühnchen, ein schönes Kalbsragout, Süßwasserfisch (vielleicht mal die altmodischen Hechtklößchen?), Ziegenkäse, französischer Aufschnitt, Kartoffelgratin, Pasta mit Olivenöl oder Spaghetti Carbonara (wir haben das allerbeste Rezept auf unserer Webseite unter „Solidarität schmeckt“ https://www.wein-kreis.de/lieferservices )
16,60 €

Olivier Rivière live im Wein-Kreis

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23.2. 2017
Trotamundos Granit, Olivier Rivière 
Eigentlich ist der Franzose Olivier Rivière schon lange in Rioja zuhause und er macht außerdem großartige Weine im weniger bekannten Arlanza. Was es mit dem Trotamundos auf sich hat, wird er uns höchstpersönlich sagen. Soviel sei verraten: Der Trotamundos Granit ist ein stattlicher Brocken und braucht essensmäßig einen kräftigen Partner. Wir empfehlen ein Ragout oder einfach mal eine Bavette (Flanksteak) mit Pommes und Dijonsenf. Vegetarier müssen hier schon ein bisschen tiefer in die Trickkiste greifen. Ein Ragout aus Wurzelgemüsen und Räuchertofu könnte gut harmonieren und natürlich auch eine schöne Auswahl von Manchegos.

João Barbosa bei Live im Wein-Kreis

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16 Februar
Ninfa Vinhas Velhas Tejo Tinto 2016
Das vor den Toren Lissabons gelegene Anbaugebiet ist, wenn überhaupt, eher für sehr günstige Konsumweine bekannt. Es gibt dort aber ein paar hervorragende Terroirs und extrem ambitionierte Winzer. Einer der interessantesten ist João Barbosa, der aus einer alten Weindynastie stammt und ganz andere Wege geht als seine Vorfahren. Was könne besser zu diesem Rotwein zwischen Atlantik und Alentejo passen als eine schöne Auswahl hochwertiger portugiesischer Fischkonserven, vor allem Sardinen und Makrelen, wunderbarem Schinken und salzigen Hartkäsen?

Raimond de Villeneuve live im Wein-Kreis

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9. Februar
2017 Côte de Provence Les Mûres, Château de Roquefort
Ein feiner Rotwein aus hohen Lagen mit Blick aufs Mittelmeer. Dank seiner Münchener Mutter spricht der lebenslustige Winzer Raimond de Villeneuve perfekt deutsch. Wir hatten einen Abend mit hohem Informationsgehalt und nicht minderem Unterhaltungswert. Zum Essen passt natürlich ein mit Provencekräutern gewürztes Lamm, Ratatouille, Käse wie Banon und Ziegenkäse mit Provencekräutern. Oder auch einfach ein paar südfranzösische Tapas mit Oliven, Brindade de Morue, Oliven- und Kräuterpasten, Schinken sowie Salami.

Pedro Marques bei Live im Wein-Kreis

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2. Februar
Arinto Branco Lisboa 2017, Vale da Capucha
Die ganze Frische des Atlantiks und unglaubliche Mineralität in einem kompromisslos natürlichen Weißwein. So könnte man den Arinto von Pedro Marques zusammenfassen. Dass in dem Wein auch eine große Portion Lebensfreude steckt hat, Pedro eindrucksvoll demonstriert und nebenbei ganz bescheiden die Unterstellung abgewehrt, Shootingstar der portugiesischen Weinszene zu sein. Wir sind trotzdem der Meinung: das kann man so stehen lassen.

Speiseempfehlung: Austern, gegrillte Sardinen und ziemlich alles andere aus dem Meer, Bergkäse, Sushi (auch vegetarisch), Dashi-Zubereitungen
€ 21,40

Pierre Gauthier im Wein-Kreis

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26.Januar
Bourgueil Vingt Lieux Dits 2018, Domaine du Bel Air
Cabernet Franc in Perfektion! Die Domaine du Bel Air von der Loire ist eine Instanz. An diesem Abend sprachen wir mit dem Winzer Pierre Gauthier. Er gab tiefe Einblicke in seine Arbeit und erklärte uns, warum der Bourgueil an zwanzig unterschiedlichen Orten beheimatet ist und was es mit den meterhohen Mauern rund um den Wingert auf sich hat. Viel Spaß mit einem der sympathischsten Winzer, den man an der Loire entlang finden kann.

Speiseempfehlung: Lammkotelette, Steak Tartar, Roastbeef, gefüllte Paprika, Pasta mit Peperonata und sonstige Zubereitungen mit roter Paprika.

Sandra Bravo im Wein-Kreis

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19. Januar
Rioja La Dula Garnachas de Altura 2018, Sierra de Tolono
Große Finesse und kühle Frische aus den Höhenlagen der Rioja Alavesa zeichnet den La Dula aus, ein Wein der mit herkömmlichen Riojaklischees bricht und ganz viel Qualität zu vergleichsweise kleinem Preis liefert. Dass auch die Winzerin dazu charmant und erfrischend ist, beweist unser Live im Wein-Kreisfolge vom 19. Januar!
Speiseempfehlung:  Manchego und sonstige salzige Hartkäse, Serranoschinken, in Rotwein geschmortes Huhn, Schweinebraten (auch kalt), Oliven.
€ 17,70

Martin Tesch im Wein-Kreis

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12. Januar
Riesling Unplugged 2019, Weingut Tesch
Riesling in puristischer Form vom Rockstar der deutschen Winzer Martin Tesch. Dass es im Gespräch selbst nicht nur um Wein ging versteht sich von selbst. Er erzählte uns von der Kooperation mit einer populären Poppunktband und warum die Ahnengeschichte der Familie so interessant ist. Das war mindestens genauso spannend wie die Hintergründe und -gedanken zur Produktion des Weinguts Tesch. Hinterher hat man ein sehr gutes Gefühl dafür, warum dieser schnörkellose Riesling Unplugged heißt

Speiseempfehlung: Forelle (am besten geräuchert), Lachs, Wiener Schnitzel, Sülze (auch vegetarisch), Rauchfleisch oder geräucherter Schinken, frischer Ziegenkäse, Räuchertofu, Maultaschen (auch vegetarisch), Zitronenhuhn, Mezze

Catherine Maisonneuve im Wein-Kreis

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5. Januar
2015 Cahors La Fage, Cosse-Maisonneuve
Anfang Januar hatten wir das Vergnügen mit Catherine Maisonneuve von der Domaine Cosse Maisonneuve im Wein-Kreis. Die Quereinsteigerin hat die Winzerszene im Cahors mittlerweile ordentlich aufgewirbelt. Wer diesen Wein probiert, weiß warum. Besonders bekannt ist sie für den Rotwein, den Bernd Kreis an diesem Abend mit Catherine probierte: der La Fage.

Speiseempfehlung: Ente oder Gans in allen Variationen, Trüffelgerichte (schwarzer Trüffel ist dann saisonal nicht nur besser, sondern obendrein auch günstiger als vor den Festen), Pasta mit Ragú, Gulasch, Wildschweinkeule, Charcuterie, Käse: salzige Hartkäse, Roquefort, Rillettes

Domaine des Roches Neuves im Wein-Kreis

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29. Dezember
2017 Saumur Champigny Les Terres Chaudes, Domaine des Roches Neuves
Leider war Thierry Germain von Domaine des Roches Neuves an diesem Abend kurzfristig verhindert, sodass wir den Saumur allein verkosten mussten. Dennoch ein gelungener Abend mit Cabernet Franc vom Feinsten.

Speiseempfehlung: Fleischfondue, Steak, Tartar, Gefüllte Paprika (natürlich auch vegetarisch), Charcuterie,  Ratatouille

Frank John im Wein-Kreis

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22. Dezember
Riesling Sekt Brut -32-, Frank John
Frank John ist eine Instanz für alle Fans von Spitzensekten. Kurz vor Weihnachten tranken wir diesen großartigen Sekt mit dem Winzer persönlich. Er erzählte uns, worauf es ihm beim Sektmachen ankommt und welche Entwicklungen und Trends er derzeit beobachtet.

Speiesempfehlung: Salziges Blätterteiggebäck mit Kräutern, geräucherte Forelle, Brandade de Morue (Stockfischpüree), unsere Makrelenpaté von La Gondola, Nordseekrabben, Fischrillettes, Wiener Schnitzel

Guillaume Gilles im Wein-Kreis

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15. Dezember
2018 Gamay de la Vallée du Doux Combeaux Massardières, Domaine Guillaume Gilles

Mitte Dezember war Guillaume Gilles zu Gast im Wein-Kreis, mit dem wir einen Gamay aus einer nahezu unbekannten Appellation verkostet haben. Der Wein stammt vom Fuße des Zentralmassivs oberhalb von Cornas. Dort entdeckte Gilles jahrzehntealte Reben auf Granitboden. Eigentlich wurden daraus nur Trauben für den Eigenbedarf der lokalen Bauern produziert. Für uns war es Liebe auf den ersten Schluck. Dieser Gamay ist kräftig strukturiert, er weist eine beachtliche Komplexität aus und besitzt burgunderhafte Züge. Einfach köstlich!

Speiseempfehlung: Ziegenkäse (Achtung, kein Ziegencamembert), am besten mittel- bis sehr gereift, Huhn, französische Salami, Quiche oder Flammkuchen

Wein der Woche mit Radio Soleidad

2018 Bourgogne Pinot Noir, Domaine Pierre Morey €20,80
Pierre Moreys legendärer Ruf fußt vor allem auf seinen großen Chardonnays. Er kann aber auch Pinot Noir. Und wie! UND: Dieser exzellente Burgunder ist der Beweis, dass dies auch für die Einstiegsqualität gilt. Der Bourgogne ist, wie alle Morey-Weine ein sehr delikater Tropfen, mit perfekt getrimmter Balance zwischen Mineralität, Eleganz und scheinbarer Leichtigkeit.

Kiru Stars – Family Planning
A great mix of kenyan Benga, Disco and congolese Soukous by Kiru Stars. The group, active during the 80s, was led by Julius Kang’ethe a.k.a. Bylaw, one of Nairobi’s dancefloor hitmakers !

Wein der Woche mit Radio Soleidad (3)

2015 Costers del Segre Pinot Noir Acusp, Castell d ́Encus €35,70
Wenn das Thema “Pinot Noir” aufgerufen wird, würde wohl niemand an Spanien denken. Das kann sich nun ändern, denn der finessenreiche Acusp, der am Fuße der Pyrenäen in 800 Metern Höhe wächst, erfüllt alle Ansprüche, die man an einen Pinot aus kühlem Klima stellen kann.
Die Weinberge von Castell d’Encus sind historische Terroirs, die mindestens seit dem Mittelalter größtenteils von Mönchen kultiviert wurden. Für die Vergärung ihrer Trauben haben sie große Steinbottiche in die enormen Granitfindlinge gehauen, die überall in den Weinbergen liegen. Diese Bottiche werden noch heute von Castell d’Encus ausgiebig für die Vinifikation genutzt.

The Mystery Kindaichi Band – Kindaichi Kosuke No Theme
Kosuke Kindaichi, the fictional japanese detective from the 1940s, has its own funky-disco “imaginary” soundtrack ! In 1977, pianist and anime music composer Kentaro Haneda created The Mystery Kindaichi Band and put out this great record to accompany the more than 70 cases of the renown detective. After decades out of print, in 2020 the label We Want Sound reissued for the first time outside Japan a limited edition of the album.

Wein der Woche mit Radio Soleidad (2)

2015 Dão Enxertia Tinta Roriz, Casa da Passarella // €16,50
Die Weinberge von Casa da Passarella befinden sich im hoch gelegenen am Fuße des Serra da Estrela In der Serie Enxertia wird bei Casa da Passarella stets die Rebsorte herausgestellt, die für den entsprechenden Jahrgang besonders typisch ist. Im warmen Jahr 2015 war es die Tinta Roriz, allgemein als Tempranillo bekannt. In den stark verwitterten Grantiböden des hoch gelegenen Anbaugebiets entwickelt diese Rebsorte besonders viel Mineralität, Finesse und Rasse. Selbstverständlich zeigt er ebenfalls die Kraft und Würze, für die der Tempranillo bekannt ist.

William Onyeabor – Fantastic Man
The enigmatic William Onyeabor (1946-2017) was a Nigerian musician and businessman, one of the pioneers of the synth and psychedelic funk in his country. Between 1977 and 1985 he saw a huge success, with many hit singles, but then vanished from the public eye… He reappeared on the global scene less than 10 years ago, when David Byrne’s label “Luaka Bop”  put out a compilation album called “Who Is William Onyeabor?”. Wanna know more about him? “Fantastic Man”, the documentary, is available on YouTube!

Wein der Woche mit Radio Soleidad (1)

2018 Wish Xosé Lois Sebio €29,30
Xosé Lois Sebio produziert eigene Weine neben seine Hauptbeschäftigung als Kellermeister von Coto de Gomariz. Namen und Etiketten seiner Weine sind oft von Alben bekannter Rockgruppen inspieriert. Hier ist es The Cure. Der Wish wird aus Trauben sehr alter Reben des galizischen Anbaugebiets Ribeiro gekeltert. Wie alle Sebio- Weine mit minimaler Beeinflussung im Keller. Er besitzt einen vollen, samtigen Geschmack mit würzigen Noten und Aromen von Schwarzkirschen. Wegen seiner geschmeidigen Struktur schmeckt er solo getrunken ausgezeichnet und passt zu einer Vielzahl von Speisen.
Für die Musikbegleitung wird ab Dezember ein Mixcloud-Konto freigeschaltet. Unsere Newsletterabonnenten erhalten dann einen Link.

Psychic TV – Godstar
Psychic TV was the musical-audiovisual project led by performer Genesis P-Orridge from 1981 until her death in March 2020. Genesis, a great admirer of Brian Jones (one of the Rolling Stones…), wrote Godstar as a tribute and a vindication to his figure, which according to her, was invisibilized by the rest of the Stones after his death. To know more about Genesis P-Orridge, we recommend watching the documentary The Ballad Of Gene

VDP Große Gewächse 2019


© VDP by Peter Bender

Die großen Gewächse aus 2019 werden mit großer Spannung erwartet. Zu Recht, denn Bernd Kreis, der vom 23. bis 25. August über 400 große Gewächse in der VDP Großes Gewächs Vorpremiere verkostet hat, ist mit extrem positiven Eindrücken zurück nach Stuttgart gekommen. Sein Fazit: Wer 2019er große Gewächse kauft, kann nur sehr wenig falsch machen. Auch bei den 2018er Rotweinen sind einige Weltklasse-Tropfen dabei. Damit Sie besonders viel richtig machen, kommt hier sein Resümee und natürlich Empfehlungen für die Weine aus unserem Sortiment.

Mein Bewertungsschema
Von Punktebewertungen halte ich aus diversen Gründen nichts. Vor allem deshalb, weil eine Weinverkostung immer nur eine Momentaufnahme ist und auch die Begleitumstände (Ermüdung, Beeinflussung,…) in Betracht gezogen werden müssen. Daher setze ich ein ganz einfaches System an. Grundsätzlich gilt, dass sich die Bemerkungen auf ein zu erwartendes Niveau für Große Gewächse (Grand Cru) beziehen. Das heißt, es wird von vornherein ein sehr hohes Niveau vorausgesetzt. Wenn dann ein Wein mit „gut“ bewertet ist, heißt das, dass er die Anforderungen für ein großes Gewächs voll und ganz erfüllt. In einer niedrigeren Weinkategorie würde derselbe Wein vielleicht als hervorragend bewertet werden. „Sehr gut“ bedeutet, dass er in der Gruppe der Großen Gewächse eine hervorgehobene Stellung einnimmt. „Stark“ oder „hervorragend“ bezeichnet Weine, die aus der Gruppe der sehr guten Weine hervorragen. „Groß“ bezeichnet absolute Ausnahmeweine, die im internationalen Vergleich in vorderster Reihe stehen. Dieses Attribut verwende ich äußerst sparsam.

Weißweine
Sofern nicht anders bezeichnet sind alle Weißweine aus dem Jahrgang 2019
Der Jahrgang 2019 in vier Worten ausgedrückt ist: Reife, Eleganz, Frische, Langlebigkeit. Das sind Eigenschaften, die man deutschen Weißweinen gern zuschreibt und hier sind sie besonders schön ausgeprägt. Reife und erfrischende Säuren, gekennzeichnet durch Zitronen-, Limonen-, und Grapefruitaromen sind vorherrschend. Sie prägen die Weine und verleihen Ihnen in Verbindung mit der perfekten Reife der Trauben viel Eleganz. Die Mineralität, Garant für Langlebigkeit, kommt dabei nicht zu kurz. Ich habe einige der besten Weißweine der letzten Jahre probiert.

RIESLING

Mosel
Das Qualitätsniveau an Mosel, Saar und Ruwer ist – auf hohem Niveau – das uneinheitlichste aus allen Anbaugebieten. Regenfälle zur Lesezeit haben den Winzern die Arbeit schwer gemacht. Daher gibt es leichte Varianzen sogar in Betrieben, die normalerweise immer ein extrem einheitliches Niveau beweisen. Hier ist also eine etwas strengere Auswahl angebracht, denn neben einigen großen Weinen gibt es auch mäßige Qualitäten.

Weingut Clemens Busch
In 2019 sind die Weine etwas unterschiedlicher als sonst. Trotzdem ist alles von bemerkenswerter Güte. Neben den 2019ern Marienburg und Marienburg Rothenpfad wurden die 2018er Reserven Fahrlay, Falkenlay und Fahrlay-Terrassen präsentiert.
Marienburg: Muskulöser, ziemlich straffer Wein mit steinig-mineralischem Nachhall. Schmeckt schon jetzt sehr gut. Starke Qualität.
Marienburg Rothenpfad: Ruhiger, komplexer Riesling mit ausgeprägter Mineralität, die sich in rauchigen Feuersteinnoten offenbart. Starker Wein, braucht aber noch etwas Zeit.
2018 Marienburg Falkenlay: Sehr dicht gewoben, geschmeidige Struktur, vollmundig, mineralisch geprägt und momentan noch verschlossen. Sehr gute Qualität, besitzt Potenzial.
2018 Marienburg Fahrlay-Terrassen: Einer der bemerkenswertesten Riesling der Mosel. Klar und offen, ausgeprägte Mineralität, kraftvoll strukturiert, in sich ruhend, besitzt enormes Potenzial.

Weingut Schloss Lieser – Thomas Haag
Wie immer einer der allerbesten Betriebe an der Mosel. Die Weine sind gekennzeichnet vom reduktiven Thomas-Haag Stil der dem Genießer etwas Geduld abverlangt, denn die Weine brauchen unbedingt Flaschenreife. Am besten haben mir die traditionellen Schloss Lieser Lagen Graacher Himmelreich, Lieser Niederberg Helden und Brauneberger Juffer Sonnenuhr gefallen. Angesichts der Qualitäten sind die Preise für diese Weine beinahe lächerlich. Den legendären Bernkasteler Doktor gibt es nur in der Terroir-Kiste Große Gewächse, er konnte in Wiesbaden leider nicht verkostet werden.
Himmelreich: Noch sehr verschlossen und reduktiv. Es zeigt sich aber eine ausgeprägte Mineralität, viel Finesse und ein sehr langer, starker Nachhall. Eine hervorragende Qualität für Weinfreunde, die etwas Geduld aufbringen können.
Niederberg Helden: Zählt immer zu meinen Favoriten an der Mosel. Tropische Fruchtaromen, sehr mineralisch und kraftvoll. Seidiges Mundgefühl und sehr langer, mineralisch geprägter Nachhall. Ausgezeichneter, vielleicht sogar großer Wein für die Langstrecke.
Juffer-Sonnenuhr: Intensives Bukett mit pfeffrigen Noten. Sehr dicht gewoben, entwickelt Fülle und viel Finesse am Gaumen. Eine robuste Version der Brauneberger Juffer von ausgezeichneter Qualität.

Weingut Fritz Haag – Oliver Haag
Oliver Haag ist in 2019 der große Wurf gelungen. Vom Gutswein, der aus gutem Grund inzwischen ab Weingut ausverkauft ist, bis zum Großen Gewächs ist alles von herausragender Güte. Die einzigartige Finesse und spielerische Leichtigkeit der Brauneberger Juffer kommen bei den 2019ern ganz besonders gut zur Geltung.
Juffer: Elegantes Bukett mit Aromen von Zitronenzeste, Pfeffer und zerriebenen Blättern. Kraftvoll am Gaumen, straffe Struktur und viel Eleganz. Ausgezeichnet. Dieser Wein ist nicht im Sortiment, kann aber gern besorgt werden.
Juffer Sonnenuhr: Sehr feines, dicht gewobenes und komplexes Bukett mit Aromen tropischer Früchte. Hocheleganter Geschmack mit steiniger Mineralität, Pikanz und sehr langem Nachhall. Er besitzt enorme Energie und große Ausstrahlung. Dieser große Riesling war für mich die Nummer Eins an der Mosel und einer der Höhepunkte der gesamten Verkostung. Und das zum echten Schnäppchenpreis!

Weingut Van Volxem
Offensichtlich waren die Bedingungen an der Saar schwieriger als an der Mosel. So variieren auch Van Volxem die Qualitäten auf sehr gutem Allgemeinniveau. Wir haben uns aus dem reichen Angebot für Altenberg und Scharzhofberger Pergentsknoop entschieden, die ich unbedingt empfehlen kann.
Altenberg:  Mineralischer, kraftvoller Wein mit schöner Geschmackstiefe. Grapefruitaromen, pikant und lang. Sehr gute Qualität.
Scharzhofberger Pergentsknoop: Kräftige Struktur mit salziger Mineralität; Aromen von Pflaumen und Jod. Lebhafter, straff gebauter Wein. Sehr gute Qualität.

 

Rheingau
Die Rheingaurieslinge habe ich nicht in voller Breite probiert, daher kann ich hier keine gültige Einschätzung der allgemeinen Lage geben. Die von mir probierten Weine waren jedoch von sehr unterschiedlicher Güte. Die Weine vom Weingut Peter Jakob Kühn sind wieder überragend.

Weingut Peter Jakob Kühn
2018 Doosberg: Intensives, komplexes Bukett mit Düften von reifen Äpfeln und Pfirsichen sowie würzigen Noten. Geschmack mit kraftvollem Anklang, Mineralik, schöner Frische und Karamellnoten. Ein kraftvoller, ruhiger Riesling am Anfang seiner Entwicklung. Ausgezeichnet.
2018 Sankt Nikolaus: Reiches, komplexes Bukett; seidig-sanfte Struktur, salzige Mineralität, enorme Konzentration und Länge. Ein ruhiger erhabener Wein von außerordentlicher Güte. Es würde mich nicht wundern wenn er sich in einigen Monaten zum wirklich großen Wein entpuppen würde.

 

Nahe
In keinem anderen Anbaugebiet gibt es seit Jahren ein derart dichtes Qualitätsniveau wie an der Nahe. Da kann man wirklich nur gratulieren! Fast alle bekannten VDP-Betriebe haben durchgängig mindestens ausgezeichnete Qualitäten.

Weingut Hermann Dönnhoff
Cornelius Dönnhoff hat insgesamt sechs große Gewächse zur Probe angestellt, von denen wir zwei führen. Die besten Qualitäten kommen von der oberen Nahe.
Dellchen: Kräftiger Duft mit Pfirsicharomen; setzt mit Kraft ein und entwickelt sich prächtig am Gaumen. Aromen von Pfirsichen und Birnen, rauchige Mineralität und langer Nachhall. Sehr starker Wein mit Finesse und Charakter.
Hermannshöhle: Dicht gepacktes majestätisches Bukett; baut sich am Gaumen sehr schnell zu bemerkenswerter Präsenz auf und endet in einem sehr langen Nachhall. Ein kompletter sehr ausgewogener Wein. Groß!

Weingut Emrich-Schönleber
Der ehrgeizige Frank Schönleber perfektioniert seine Arbeit von Jahr zu Jahr. In 2019 sind seine Großen Gewächse Frühlingsplätzchen und Halenberg besonders gut gelungen.
Frühlingsplätzchen: Duftet nach tropischen Früchten, Grapefruit, Limone und Gewürzen; klarer, würziger Geschmack mit ausgeprägter Mineralität. Milder, animierender Nachhall. Ausgezeichnet.
Halenberg: Sehr dicht gewobener, mineralisch geprägter Duft; Birnenaromen im durchgängig straff strukturierten Geschmack und steinige Mineralität pur. Sehr langer Nachhall. Sehr starker, eventuell sogar großer Wein.

 

Rheinhessen
Die rheinhessischen Betriebe zeigen sich in 2019 fast durchgängig in Hochform. Der eine oder andere hat erfolglos mit zu früher Lese experimentiert. Bei diesen Weinen ist Vorsicht geboten. Es wurde verbreitet auch mit langem Maischekontakt gearbeitet. Ein Stilmittel, welches ich nicht immer als passend erachte, genauso wenig wie teilweise übertriebene Reduktionen. Dies sind letztlich Geschmacksfragen, die man sicherlich differenziert betrachten kann.

Weingut Gunderloch
Johannes Hasselbach tastet sich experimentierend an das Qualitätsoptimum für Rieslinge vom roten Hang zwischen Nackenheim und Nierstein heran. Seine unorthodoxe Herangehensweise zeitigt ausgezeichnete Ergebnisse mit sehr charaktervollen Weinen und ich werde nicht müde, das Weingut Gunderloch als einen der meist unterschätzten Betriebe Deutschlands zu nennen.
Rothenberg: Kraftvoller, würziger und sehr dicht strukturierter Wein. Sehr trocken und ausgeprägt mineralisch. Momentan noch verschlossen, wird sich prächtig entwickeln. Sehr gute bis starke Qualität.
Hipping: Feiner, frischer Birnenduft mit einem Vanille-Unterton; dichter, saftiger Geschmack mit Grapefruitaromen, angenehmer Fülle am Gaumen und schöner Länge. Dezente Gerbstoffe sind spürbar. Schon jetzt mit großem Genuss zu trinken.
Pettenthal: Sehr zugänglicher Duft mit Orangenaromen und pfeffrigen Noten. Fruchtiger Geschmack mit einiger Fülle und trotzdem straffer Struktur. Saftiger Nachhall mit dem Aroma vollreifer Äpfel. Ein anregender, sehr guter Wein.

Weingut Wittmann
Wie zu erwarten war, präsentierte Philipp Wittmann wieder einige Glanzlichter der Verkostung. Sein grandioser Morstein zählt wiederum zu den allerbesten trockenen Rieslingen des Jahrgangs. Mich haben aber auch Aulerde und Brunnenhäuschen sehr beeindruckt. Leider sind beide Weine ab Weingut bereits ausverkauft und können nicht über uns bezogen werden.
Morstein: Sehr fruchtiges, offenes und direkt ansprechendes Bukett. Kraftvoller, dicht gewobener Geschmack mit deutlich salziger Mineralität, die sich bis über den gesamten, sehr langen Nachhall hinzieht. Grapefruitaromen und Frische, die aus dem kalkigem Boden gezogen wird. Dadurch wirkt der Wein trotz der mineralischen Vibration ruhig und abgeklärt. Schon jetzt grandios, wird sich aber über Jahre hinweg steigern.

 

Pfalz
Meine Pfalznotizen, besonders im Bereich Mittelhaardt zeigt eine ganze Reihe grandioser Weine. Hier ist das Qualitätsniveau ähnlich dicht und hoch wie an der Nahe mit der Ausnahme einzelner Ausreißer. Die Weine diverser Erzeuger zeigen deutliche stilistische Übereinstimmungen. Man könnte sich durchaus ein bisschen mehr Individualität (siehe Württemberg!) wünschen.

Weingut Christmann
Die Christmann Weine zeichnen sich durch Charakterstärke und Langlebigkeit aus. Oft erschließen sich ihre vollen Reize erst nach einigen Jahren Flaschenreife. 2019 bildet da keine Ausnahme. Die Weine zeigen aber noch mehr Mineralität als sonst.
Idig: Etwas verschlossener, reduktiver Duft; dichter, straff organisierter Geschmack mit Apfel- und Pfirsichnoten sowie ausgeprägt salziger Mineralität. Sehr langer Nachhall. Ein maskuliner und sehr eigenständiger Wein in sehr starker Qualität, der einige Jahre Flaschenreife benötigt.

 

Württemberg
Die Württemberger Rieslinge waren die große Überraschung der diesjährigen Probe. Nicht nur das hohe Qualitätsniveau der Weine, sondern vor allem die in anderen Gebieten teilweise vermisste Vielfalt und persönliche Handschrift der Winzer haben viele Verkoster begeistert. Mit Rainer Schnaitmanns Götzenberg kam einer der faszinierendsten Weine der gesamten Probe aus dem Ländle.

Weingut Wachtstetter
Rainer Wachtstetter tritt seit Jahren den Beweis an, dass er nicht nur Rotwein machen kann.
2018 Mühlberg: Kräftiger, leicht reduktiver Duft mit dem Aroma reifer Äpfel; mineralischer Anklang, dicht strukturierter, trockener Geschmack, samtige Tannine im Nachhall. Kraftvoller, von salziger Mineralität geprägter Wein. Sehr gute Qualität

Weingut Dautel
Mit seinem kristallklaren Riesling aus dem Besigheimer Wurmberg liefert das Weingut Dautel schon lange einen der interessantesten Rieslinge vom Neckar. Der Steingrüben besitzt eine ganz andere Stilistik und ist nicht weniger interessant.
Steingrüben: Sehr reduktiver Duft; straffer, mineralischer Anklang, kräftiger aber schlanker Körper, seidiges Mundgefühl, saftig und trocken, Aromen von reifen Birnen und florale Noten. Frischer, angenehm adstringierender Nachhall. Sehr gute, vielleicht sogar hervorragende Qualität, braucht viel Zeit und Luft.

Weingut Aldinger
Über die Brüder Aldinger wird in den letzten Jahren zu Recht viel berichtet. Sie zeichnen für Weine mit großer Klasse verantwortlich. Bereits vor der Abfüllung waren die großen Gewächse 2018/2019 sehr beeindruckend.
Gips Marienglas: Zunächst leicht reduktiv, danach entwickeln sich intensive Fruchtaromen wie Pfirsich oder tropische Früchte; Dichter salzig-mineralischer Anklang, straffer und muskulöser Körper, schöne Länge. Mindestens sehr gute Qualität.
Lämmler:  Kühler, klarer und zurückhaltender Duft; zitronige Frische im Anklang, dichte, straffe Struktur. Sehr gute Qualität, braucht etwas Zeit.

Weingut Schnaitmann
Obwohl Rainer Schnaitmann längst zum schwäbischen Establishment gehört, wird er nicht müde immer weiter zu experimentieren und an seinem Weinstil zu feilen. Seine Rieslinge baut er jetzt sehr lange auf der Hefe aus. Jedenfalls mit dem 2018er Jahrgang ist ihm damit einen großen Wurf gelungen. Stilistisch sind diese Rieslinge etwas völlig Neues. Sie werden sicher extrem polarisieren und vermutlich von Rieslingpuristen schroff abgelehnt werden. Für mich gehört mindestens der Götzenberg zum bemerkenswertesten was ich in den letzten Jahren an deutschen Weinen verkostet habe.
2018 Götzenberg: Intensives, komplexes Bukett, kaum Frucht, dafür viel Mineralität und Hefefloraroma, welches an Juraweine erinnert. Sehr dicht gepackter und ungeheuer vielschichtiger Geschmack, Hefeflornoten, Mineralität und große Länge. Ein faszinierender Wein von enormen Charakter und großer Eigenständigkeit. Passt in keine Kategorie, ist aber hervorragend und vielleicht sogar groß. Dies war einer meiner Höhepunkte der diesjährigen Verkostung.
2018 Lämmler: Hefeflornoten, Apfel, Hartkäserinde und Mineralität im komplexen Duft; trockener Anklang, straffer und sehr mineralisch geprägter Bau, elegant, langer Nachhall. Erinnert ähnlich wie Götzenberg an Juraweine, jedoch ist dies hier weniger stark ausgeprägt. Starke Qualität.

Weingut Beurer
Jochen Beurer genießt eine Reputation als hervorragender Rieslingproduzent, der – für schwäbische Verhältnisse alles andere als selbstverständlich – auch auf der internationalen Bühne großes Ansehen genießt. Langer Ausbau im großen Holzfass ist für ihn selbstverständlich. Deswegen ist Jochen Beurer einer der wenigen, die Weißweine aus dem Jahrgang 2018 vorgestellt haben.
2018 Pulvermächer – Berge:  Leichte Hefenoten im etwas verschlossenen Duft; kraftvoller, beinahe massiver Bau, feine Mineralität, vibrierende Energie, langer Nachhall. Sehr gute Qualität.

Weißburgunder

Württemberg

Weingut Aldinger
Aldinger verfügt mit dem Untertürkheimer Gips über eine Top-Lage, die vor allem hervorragende Weißweinqualitäten hervorbringt. Der hohe Kalkgehalt der Lage ist ideal für Burgundersorten.
Gips Marienglas: Frisches Bukett mit floralen Noten und einem Hauch Eichenholz; Straffe Struktur, dezente Eichenholznoten, trotz aller Konzentration gibt es viel Frische. Sollte noch etwas in der Flasche reifen. Sehr gute Qualität.

Baden

Weingut Dr. Heger
Das Traditionsweingut ist einer der großen Klassiker am Kaiserstuhl, der für den Burgunderanbau prädestiniert ist. 2019 war auch dort ein ausgezeichnetes Weißweinjahr, in dem besonders ausgewogene Weine entstanden sind.
Vorderer Winklerberg: Kräftiger, eleganter Duft von vollreifen Birnen und weißen Blüten; geht mit Macht und viel Kraft an den Gaumen, geschmeidiges Mundgefühl. Kraftvoller, ruhiger Wein von Format, der noch ein bis zwei Jahre reifen sollte. Sehr gute Qualität

Grauburgunder

Baden

Weingut Dr. Heger
Vorderer Winklerberg: Kraftvolles Bukett mit Honig- und Akazienblütenaromen; Sehr kräftiger Geschmack, dicht gewoben, mineralische Untertöne, langer Nachhall. Ein echter Klassiker, sollte noch mindestens ein Jahr ruhen. Sehr gut.

Chardonnay

Baden

Weingut Bernhard Huber
Es ist mir schleierhaft warum man überhaupt Chardonnay als Großes Gewächs klassifiziert. In der gesamten Probe gab es wieder einmal genau zwei Weine, die höchsten Ansprüchen genügen. Beide sind von Julian Huber gekeltert und beide sind absolute Weltklasse. Leider sind diese großartigen Chardonnays nur in homöopathischen Dosen zu erhalten.
2018 Bienenberg: Momentan noch durch Reduktion dominiertes aber ansonsten sehr feines, vielschichtiges Bukett. Aromen von Lindenblüten, weißem Pfirsich und Bienenwachs; trockener und sehr frischer Anklang, rassige Säure, muskulös-drahtiger Körperbau, mineralisch, sehr lang. Noch viel zu jung. Starke Qualität.
2018 Schlossberg: Voller Duft nach Lindenblüten, Honig, Bohnerwachs und einem Hauch Eichenholz; dicht gewobener Geschmack, die Säure zeigt sich hier reif und rund. Der Wein ist komplex, besonders ausgewogen und ruhig. Starke Qualität.

Rotweine

Spätburgunder
Alle Weine sind, wenn nicht anders bezeichnet, aus dem Jahrgang 2018. Spätburgunder ist bekanntlich die Paradedisziplin der deutschen Rotweine und es gibt eine Menge sehr guter Weine dieser Sorte. Wenn man aber die extrem hohen Maßstäbe ansetzt, die man meiner Meinung nach bei einem Großen Gewächs = Grand Cru anlegen muss, dezimiert dies das Feld der in Wiesbaden präsentieren Weine gewaltig. Immerhin kann man deutliche Fortschritte beobachten, zum Beispiel bei den Farben der Weine. Sie sehen heute bei weitem nicht mehr so müde aus wie noch vor wenigen Jahren. Aber in Punkto Finesse, Tanninqualität und Holzeinsatz gibt es noch sehr viel zu tun. ABER: Die besten Weine können sich absolut mit der Weltspitze messen. Nur sind dies seit Jahren eigentlich immer dieselben. Allen voran steht in 2018 das fränkische Weingut Fürst mit dem umwerfenden, ja großen Hundsrück.

Franken

Weingut Rudolf Fürst
Schlossberg: Helles rubinrot; intensives Bukett von roten Früchten, Minze und dezenten Noten frischen Eichenholzes; dicht gewobener und straff organisierter Geschmack, zunächst schlank am Gaumen, entwickelt dann zunehmend Rundheit und Schmelz, langer, fruchtig-frischer Nachhall. Ausgewogener, besonders feiner Spätburgunder. Sehr starke Qualität.
Centgrafenberg: Mittelhelles rubinrot; klarer, eleganter Duft mit dezenter Reduktion und einem Hauch frischen Eichenholzes, Aromen von roten Beeren, Minze und Gewürzen, beginnende Komplexität, vermittelt Reife; sehr dicht und ausgewogen am Gaumen, samtige bis körnige Tanninstruktur, sehr langer und animierender Nachhall. Sehr stark.
Hundsrück: Mittelkräftiges rubinrot; momentan noch verschlossener, nach Belüftung sehr dicht gewobener, kraftvoller Duft von schwarzen Beeren und Gewürzen; Der kraftvolle Anklang geht ansatzlos in einen kraftvollen und sehr dicht strukturierten Körper über, Holznoten sind kaum präsent, dafür schwarze Beeren, Gewürze, rauchige Noten, salzige Mineralität und ein sehr intensiver Nachhall. Ausgewogener, kompletter Wein. Besser geht nicht. Groß!

Pfalz

Weingut Friedrich Becker
Die besten Spätburgunder der Pfalz kommen von ihrem südlichen Zipfel, wo die Reben in Kalkstein wurzeln. Das Weingut Friedrich Becker ist schon lange für seine Spätburgunder bekannt, die vor dem Verkauf lange reifen dürfen. Daher sind die vorgestellten Weine allesamt aus dem etwas kühleren Jahrgang 2017. Fritz Becker nimmt sich die großen Burgunder zum Vorbild und nähert sich von allen deutschen Produzenten am deutlichsten dem französischen Stil an.
2017 Heydenreich: Kräftiges rubinrot; komplexer Duft mit reifer Frucht, Vanille und Gewürzen; frischer Anklang mit eleganter Säure, zu kraftvollem Körper aufbauend, straffe Struktur, samtig-griffige Tannine, sehr langer Nachhall. Erscheint noch sehr jung und etwas verschlossen. Starke Qualität mit Potenzial nach oben.
2017 KB (Kammerberg): Kräftiges rubinrot; reduktives Bukett mit Rauchnoten, verschlossen; Sehr dicht gewobener Geschmack, kraftvoll, griffige Tannine, lang. Dieser Wein steckt mitten in seiner Entwicklung und ist definitiv noch zu jung. Großes Potenzial.
2017 Sankt Paul: Bläuliches rubinrot; Röstaromen, Eichenholz und Vanille im Duft, außerdem viel reife Frucht; mächtiger, runder Körper, der durch die feinen und samtigen Tannine in Form gebracht wird, würzige Aromen, langer Nachhall. Auch hier gilt, dass man das Potenzial dieses Weines nur erahnen kann. Momentan ist er viel zu jung, hat aber mit größter Wahrscheinlichkeit eine blendende Zukunft vor sich.

Baden

Weingut Bernhard Huber
Wer Spätburgunder sagt muss auch Huber sagen. Bernhard Huber hat den Grundstein für herausragende Spätburgunder geschaffen, auf dem sein Sohn Julian aufbaut und so Jahr für Jahr spektakuläre Weine keltert. Bei der Großes Gewächs Vorpremiere läuft es beim Spätburgunder fast immer auf ein Duell Huber-Fürst aus. Beide lassen regelmäßig die restliche Konkurrenz hinter sich. Bei den 2018ern ist das nicht anders. Wie auch Fürst hat Huber einen ausgezeichneten Jahrgang eingefahren.
Bienenberg: Kräftiges rubinrot mit bläulichem Schimmer; zunächst verschlossen, dann klar, reif und finessenreich, auffälliges Aroma von weißem Pfeffer und viel Frische; am Gaumen komplex und erfrischend, samtig bis seidige Tannine, sehr lang, Besonders eleganter Spätburgunder von großem Format. Sehr starke Qualität
Bienenberg Wildenstein: Dichtes rubinrot; zunächst sehr verschlossenes Bukett, nach Belüftung duftig, floral, Frische vermittelnd, sehr dezente und perfekt integrierte Holznoten (frische Eiche), weißer Pfeffer, rote Beeren, Minze, komplex; sehr dicht strukturierter Geschmack, perfekte Reife und Frische, perfekt samtige Tannine, saftig, sehr lang. Großer Wein.
Sommerhalde: Kräftiges rubinrot; das Bukett ist jetzt schon komplex, mit Aromen schwarzer Beeren, Vanille sowie Gewürzen, Tabak und Minze. Das Ganze erscheint sehr druckvoll und dicht gewoben; der mineralisch geprägte Geschmack ist kraftvoll und trotz aller Konzentration jederzeit erfrischend, die Tannine erscheinen ein bisschen weniger perfekt als bei Bienenberg und Wildenstein, dies ist aber fast eine Spitzfindigkeit. Sehr starker, vielleicht sogar großer Wein.

Württemberg
Im Ländle gibt es zunehmend bemerkenswerte Spätburgunder. Erzeuger wie Schnaitmann oder Dautel haben sich einen verdienten Namen für diese Weine erarbeitet. Das stärker kontinental beeinflusste Klima Württembergs hat vielleicht die Extreme des Jahrgangs 2018 noch verstärkt. Jedenfalls zeigten sich die 2018er Spätburgunder und Lemberger durchweg sehr wuchtig und ließen gewohnte Feinheiten vermissen. Einige von mir vor der Abfüllung verkosteten Weine hatten sich bei den Winzern viel vorteilhafter präsentiert als in Wiesbaden. Möglicherweise war ganz einfach der Verkostungszeitpunkt ungünstig, denn viele Weine wurden erst kurz vor der Verkostung abgefüllt. Hier gilt es also noch einmal mit Abstand nachzuprobieren!

Weingut Wachtstetter
Rainer Wachtstetter gilt eigentlich als Lembergerspezialist. Seinen Spätburgunderstil hat er erheblich verfeinert und so kann er inzwischen auch bei den schwäbischen Pinot Noirs nicht mehr übergangen werden.
2017 Geißberg: Rubinrot mit bräunlichen Reflexen; sehr duftiges Bukett mit Rosenduft und dem Aroma von Kirschen und roten Beeren; solide strukturierter kräftiger Geschmack mit dem Aroma roter Beeren, schöne Länge. Gute bis sehr gute Qualität

Weingut Dautel
Spätburgunder ist eine Paradedisziplin von Christian Dautel, der diesbezüglich Berufserfahrung im Burgund und Oregon gesammelt hat. Seine Spätburgunder sind meist die filigransten in Württemberg. Die 2018er haben bei der Verkostung in Wiesbaden die gewohnte Finesse etwas vermissen lassen. Darauf angesprochen, konnte sich dies Christian Dautel nicht erklären, ich kann auch keinen vernünftigen Grund dafür finden und werde die Weine mit etwas zeitlichem Abstand neu verkosten.
Schupen: Rubinrot mit bläulichen Reflexen; kräftiger Duft von schwarzen Beeren und etwas Eichenholz; kraftvoller, wuchtiger Geschmack, Tannine etwas trocken, schöne Länge. Gute Qualität
Forstberg: Rubinrot, leicht bläulich; Duft von roten und schwarzen Beeren; saftige Frucht, kräftig strukturiert, elegante Säurestruktur, samtige Tannine und langer Nachhall. Zeigt deutlich mehr Finesse als Schupen. Sehr gute Qualität

Weingut Aldinger
Hansjörg und Matthias Aldinger haben einen reduktiven Spätburgunderstil kultiviert, den man manchmal im Burgund findet. Die Reben stehen an zwei interessanten Standorten mit deutlich unterschiedlichen Böden und Kleinklimata. Ich bevorzuge bei Aldingers Roten meist die Weine aus dem Fellbacher Lämmler, die in der Regel straffer strukturiert sind als die Gips Marienglas-Gewächse. Beide Weine wurden von mir vor der Abfüllung vorteilhafter probiert. Es ist davon auszugehen, dass sich die Weine nach einer Ruhephase von etwa einem oder zwei Monaten wieder besser präsentieren.
Gips Marienglas: Rubinrot; leicht reduktiver Duft, nach Belüftung zeigen sich klare Aromen roter Beeren; eleganter Anklang, kräftiger Geschmack mit frischer Säure und samtigen, dezent grünen Tanninen. Mittellang. Gute Qualität, in einem oder zwei Monaten zu überprüfen, dann vermutlich mindestens sehr gut
Lämmler: Rubinrot; deutlich reduktiver Duft; Geschmack dicht und straff strukturiert und von frischer Säure begleitet, samtige bis seidige Tannine, harmonisch und langer Nachhall. Auch hier lohnt sich das Nachverkosten, vorerst sehr gute Qualität mit steigender Tendenz.

Weingut Schnaitmann
Rainer Schnaitmann ist einer der erfolgreichsten Spätburgunderproduzenten Württembergs. Seit Jahren hat er seinen Stil gefunden, den er kontinuierlich verfeinert. Sein Großes Gewächs wurde leider erst kurz vor der Verkostung abgefüllt. Deswegen dürfte er sich in einigen Wochen vorteilhafter präsentieren.
Lämmler: Kräftiges rubinrot; dicht gepacktes Bukett mit Aromen schwarzer Beeren und würzigen Noten, etwas reduktiv; kräftiger Geschmack, dem man hohe Traubenreife anmerkt, sanfte Säure bringt die nötige Frische, schöne Länge. Robuster Spätburgunder mit einiger Finesse. Sehr gut.

Weingut Heid
Markus Heid haben viel zu wenige Weinliebhaber auf dem Radar. Vielleicht liegt es daran, dass seine Weine erst einmal unspektakulär, ja schüchtern oder anfangs sogar etwas abweisend daher kommen. Lässt man ihnen Zeit, entwickeln sie sich prächtig und dann zeigen sie sehr viel Charakter.
2018 Lämmler: Mittleres rubinrot; leicht reduktiver, Frische vermittelnder Duft mit Aromen roter Beeren; kräftiger Geschmack mit einiger Eleganz, samtige bis körnige Tannine, Aromen von roten Beeren und Tabak sowie erdige Noten und schöne Länge. Guter bis sehr guter Wein mit Potenzial nach oben. Sollte noch mindestens ein weiteres Jahr reifen.

Lemberger
Die Parade-Rotweinsorte Württembergs. Außer den Neckarweinen wurde nur noch ein badischer Lemberger vorgestellt, der allerdings aus dem benachbarten Kraichgau kommt und daher wenigstens zum württembergischen Dunstkreis zählt. Obwohl die schwäbischen Winzern seit Jahren auf größere Finesse bei den Lembergern hinarbeiten und in diesem Zug immer weniger neues Holz einsetzen, präsentierten sich die meisten 18er großen Gewächse ziemlich massiv und ließen gerade die zuletzt sehr schön herausgearbeiteten Feinheiten vermissen. Dies allein auf den warmen 18er Jahrgang zu schieben wäre zu simpel. So müssten zum Beispiel die zwangsweise kräftigeren Tannine eines solchen Jahres automatisch für Finesse und straffe Strukturen sorgen. Unglückliche Abfüllzeitpunkte spielen auch hier eine nicht unwesentliche Rolle. Angesichts dessen, was ich bereits in diversen Weingütern verkostet habe, bin ich überzeugt, dass ich bei einem späteren Probierzeitpunkt (oder früherem Abfülldatum) zu deutlich vorteilhafteren Einschätzungen kommen würde.

Weingut Wachtstetter
Das Weingut liegt im Zabergäu, dem westlichen Zipfel Württembergs und profitiert von einem warmen und trockenen Kleinklima, welches ideal für den Lembergeranbau ist. Rainer Wachtstetters Lemberger sind stattloich strukturierte Langstreckenläufer. Sie brauchen viel Zeit zur vollständigen Entfaltung. Aus diesem Grund stellte Rainer Wachtstetter hier einen Wein aus dem kühleren 17er Jahrgang vor.
2017 Spitzenberg: Dichtes granatrot; kräftiger Duft von Schwarzkirschen und an Räucherspeck erinnernde Aromen; kraftvoller, sehr dichter Anklang, schnell zu mächtigem Körper aufbauend, etwas Eichenholz spürbar, frische Säure und schöne Länge. Braucht noch Zeit, sehr gute Qualität.

Weingut Dautel
Christian Dautels Lemberger sind für Präzision und Finesse bekannt. Schon sein Vater hatte ein sehr sicheres Händchen für den passenden Holzeinsatz, Christian hat dies noch verfeinert. Die Große Lage Michaelsberg liegt ziemlich hoch und windexponiert. Das schafft ein relativ kühles Kleinklima und somit ideale Voraussetzungen für feingliedrige und finessenreiche Lemberger.
Michaelsberg: Granatrot; feiner Duft mit dezent holzigen Noten; frischer Anklang, straffer, schlanker Körper, Tannine noch etwas rau, lang und elegant. Braucht noch Zeit, sehr gut +

Weingut Aldinger
Hansjörg und Matthias Aldinger haben sich in den letzten Jahren mit maskulinen Lembergern hervorgetan, die durch immer feinfühligeren Holzeinsatz zunehmend an Eleganz gewinnen. Der Fellbacher Lämmler ist, nach meiner Meinung, eine besonders zur Rotweinerzeugung geeignete Große Lage, die es erlaubt, kraftvolle Weine mit großer Raffinesse zu keltern. Der 18er wurde erst kurz vor der Wiesbadener Probe gefüllt, es ist davon auszugehen, dass er sich nach einer mehrwöchigen Ruhephase deutlich stärker präsentiert.
Lämmler: Granatrot; reduktiver kräftiger Duft, Schwarzkirschenaromen; kraftvoller Anklang, dichte und ziemlich straffe Struktur, feinkörnige Tannine, etwas Holz, langer Nachhall. Kraftvoller Wein mit großem Potenzial, braucht Zeit. Sehr gut +

Weingut Heid
Natürlich ist der Fellbacher Markus Heid auch in der Hauslage Lämmler begütert, deren Eigenschaften den kernigen Heid-Stil noch hervorhebt.
Lämmler: Dunkles granatrot; würziges Bukett mit Schwarzkirscharomen, Duft von Räucherspeck und würzigen Noten sowie etwas Eichenholz; Kräftiger Anklang, dicht gepackter muskulöser Bau, mineralische Noten, feinkörnige Tannine, langer Nachhall. Ein kraftvoller, komplexer Lemberger mit Spannung und mineralischer Frische. Sehr gute bis starke Qualität.

Weingut Schnaitmann
Der Dritte im Fellbacher VDP-Triumvirat. Rainer Schnaitmann ist sicher der experimentierfreudigste der bekannten Fellbacher Weingüter. Beim Lemberger bleibt er aber seiner gewohnten Linie treu und liefert auch in der 18er Ausgabe einen Wein von stattlicher Statur. Er wurde erst kurz vor der Probe abgefüllt.
Lämmler: Dunkles granatrot; reduktives Bukett mit Holznoten (laut Rainer Schnaitmann wurde kein neues Holz eingesetzt!), speckig-rauchige Noten, Schwarzkirschen, schwarze Beeren; kräftiger Anklang, geschmeidiger Körper, samtige Tannine, vollmundig und ausgewogen. Mindestens sehr gut, vermutlich deutlich besser sobald er sich von der Abfüllung erholt hat.

Weingut Jürgen Ellwanger
Das Weingut am Oberlauf der Rems ist für markante und langlebige Weine bekannt. Dank des etwas kühleren Kleinklimas besitzen sie oft mehr Frische und Eleganz als die Gewächse aus den wärmeren Zonen des unteren Remstals.
Berg: Rubinrot; würziges Bukett mit den Aromen schwarzer Beeren, etwas Holz und Räucherspeckduft; kräftige Struktur, sehr würziges Mundaroma mit ausgeprägten Pfeffernoten, seidige Tannine, hat Spannung. Sehr gut +

VDP Große Gewächse

Die großen Gewächse aus 2019 werden mit großer Spannung erwartet. Zu Recht, denn Bernd Kreis, der vom 23. bis 25. August über 400 große Gewächse in der VDP Großes Gewächs Vorpremiere verkostet hat, ist mit extrem positiven Eindrücken zurück nach Stuttgart gekommen. Sein Fazit: Wer 2019er große Gewächse kauft, kann nur sehr wenig falsch machen. Auch bei den 2018er Rotweinen sind einige Weltklasse-Tropfen dabei. Damit Sie besonders viel richtig machen, kommt hier sein Resümee und natürlich Empfehlungen für die Weine aus unserem Sortiment.

Unser Lieferservice in Stuttgart

Im Stadtgebiet Stuttgart bringen wir Ihre Bestellung dienstags, donnerstags und freitags direkt ins Haus.
So geht’s: Sie bestellen direkt online in unserem Shop, per Mail () oder per Telefon (0711-76 28 39) und unser Fahrer bringt Ihren Wein zu Ihnen. Ab einem Rechnungsbetrag über 120 Euro ist die Lieferung gratis. Darunter fällt eine Lieferpauschale von lediglich 8 Euro an. Wenn wir Ihre Bestellung an einem bestimmten Ort ablegen sollen, muss die Zahlung vorab erfolgen, am besten und einfachsten lässt sich das online über unseren Shop abwickeln. Für abgelegte Ware übernehmen wir keine Haftung.

Versand per Paketdienst läuft regulär weiter
Deutschlandweit besteht unser bewährter Versand natürlich weiter. Bei einer Bestellung vormittags erhalten Sie Ihren Wein in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Tagen.

Bestellungen ab sofort – hier im Online-Shop – per Mail – telefonisch 0711-76 28 39 – Lieferung innerhalb Stuttgarts jeden Werktag

Perspektive Wein 2019 – Bilder von der Messe der Weinhandlung Kreis

Auf unserer großen Hausmesse Perspektive Wein haben über 80 Aussteller ihre Weine präsentiert. Die Resonanz war riesengroß, sowohl bei den Ausstellern als auch bei unseren Kunden. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen und Sie haben viele interessante Gespräche geführt und außergewöhnliche Weine getestet. Die Messe der Weinhandlung Kreis ist vorbei, aber in unserer Bildergalerie haben wir zumindest eine Auswahl an Fotos und Impressionen für Sie zusammengestellt. Und was die  Weine angeht: Die finden Sie ganzjährig in unseren Ladengeschäften oder online in unserem Shop.

Für immer aktuelle Infos zur Perspektive Wein und anderen Veranstaltungen folgen Sie uns auf Facebook oder Instagram.

Ausgezeichnet: A Centenária von Antonio Madeira

A Centenária Dão Serra da Estrela  2014In seiner neuesten Ausgabe 03/19 hat das Weinmagazin VINUM unter anderem die Weine von Antonio Madeira entdeckt. Sein Spitzenwein A Centenária schneidet bei der Bewertung mit 19,5 von 20 Punkten Spitze ab. Der 2015er A Centenária besticht durch seine Vielschichtigkeit, Mineralität, Dichte und Eleganz und gehört für uns zu den ganz Großen Portugals. Ein Grund, warum wir die Weine von Antonio Madeira schon seit geraumer Zeit in unserem Sortiment führen. Und deshalb freuen wir uns auch besonders über die Auszeichnung.

Die Weine der Hochebene Serra da Estrela gehören mit zu den feinsten und spannungsreichsten Weinen Portugals. Sie profitieren von den bis zu 800 Meter hohen Lagen und den stark verwitterten Granitböden der Region. Traditionell stehen die Weinberge dort im gemischten Satz, einige der Reben – auch die von Antonio Madeiras A Centenária – sind über 100 Jahre alt und sorgen bei aller Frische und Spannung für viel Extrakt.

Weitere Infos zu Antonio Madeira …
Zur VINUM-Beschreibung …

FalstaffTrophy 2019: Bernd Kreis ist Sommelier des Jahres

And the winner is …

Es ist tatsächlich wahr geworden: Die Falstaff-Jury hat Bernd Kreis zum Sommelier des Jahres 2019 gewählt. Das freut uns natürlich sehr. Feiern Sie mit uns und testen die von ihm selektionierten Weine in unserer Weinbar am Schillerplatz in Stuttgart … Oder Sie bestellen einfach in unserem Online-Shop eine Auswahl aus unserem Sortiment individueller, handwerklich produzierter Weine.

Seit jetzt bereits neun Jahren zeichnet Falstaff den Sommelier des Jahres, den Newcomer des Jahres und den Winzer des Jahres aus. Außerdem wurde dieses Jahr auch eine Auszeichnung fürs Lebenswerk vergeben, die an Hanno Zilliken aus Saarburg an der Saar ging.

Neben Bernd Kreis als Sommelier des Jahres kommt ein weiterer Preisträger aus Württemberg: Moritz Haidle aus Stetten im Remstal räumte in der Kategorie Newcomer des Jahres ab. Der Winzer des Jahres kommt mit Mathieu Kauffmann vom Weingut Reichsrat von Buhl aus der Pfalz. Wir gratulieren allen Preisträgern herzlich.

Bernd Kreis war von 1991 bis 2001 als Chefsommelier in der Stuttgarter Wielandshöhe. 1992 erhielt er die Auszeichnung ‘Meilleur sommelier d’Europe’. Seit 1996 gibt es – anfangs neben der Tätigkeit als Sommelier bei Vincent Klink – die Weinhandlung Kreis, die Bernd heute mit großem Erfolg an zwei Standorten in Stuttgart führt. In der kleinen Bar in der Stuttgarter Innenstadtfiliale am Schillerplatz berät er immer noch ab und zu Weinbegeisterte und Weinliebhaber.

Die Aufgaben des Sommeliers werden sowohl von Bernd Kreis als auch von der Falstaff-Jury über die Grenzen des klassischen Images hinaus interpretiert: Neben der beratenden Tätigkeit fördert er immer wieder junge Winzertalente und ist unermüdlich im Bestreben, auch über die Landesgrenzen hinaus Verbindungen zwischen Weinregionen und Winzern herzustellen. Sein jüngstes Projekt: Die Perspektive Wein, eine Weinmesse, bei der eine Vielzahl der in den Ladengeschäften vertretenen Winzer aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Österreich und Portugal ihre Weine präsentieren. Die Perspektive Wein findet jedes Jahr im November in den Stuttgarter Wagenhallen statt. Zudem bewirtschaftet Bernd Kreis einen 20 Ar großen Weinberg im Steilhang des Degerlocher Scharrenberg.